Elzer Graben

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Am Unterlauf des Elbbachs, einem 41km langen Zufluss der Lahn, der bei Westerburg im Hohen Westerwald entspringt und dann den Elbbachgrund ausbildet, liegen die Stadt Hadamar und die Gemeinde Elz. Sie gehören naturräumlich bereits zum Limburger Becken und markieren den sogenannten Elzer Graben, das breite Mündungsgebiet des Elbbachs, das sich vom Elzer Berg (291m) im Südwesten und dem Heidenhäuschen (398m) im Nordwesten bis auf 130m absenkt.

Kulturelles Zentrum im Elzer Graben ist Hadamar, die ehemalige Residenzstadt des im 17. Jahrhundert entstandenen Fürstentum Nassau-Hadamar. Das frühere Residenzschloss Hadamar strahlt noch heute seinen barocken Glanz aus. Im Innern befindet sich unter anderem das Stadtmuseum Hadamar, das eine eindrucksvolle Sammlung von Scherenschnitt- und Silhouettenkunstwerke zeigt. Bekannt ist Hadamar aber auch für die Liebfrauenkirche, dem Zentrum der Hadamarer Schule, die weit über die Region hinaus die Ausstattung von Kirchen im Barock geprägt hat.

Im Stadtteil Niederhadamar wird der Elbbach von der bereits im 12. Jahrhundert erbauten St. Wendelinbrücke überspannt. Die Niederhadamarer Brücke gilt damit als älteste Steinbrücke Hessens. Und auch sonst ist Niederhadamar ein Stückchen Erde, das durchaus historisch ist: Seit der Bronzezeit (1.000 v.Chr.) wird Niederhadamar durchgängig besiedelt und ist damit älter als Hadamar und selbst das benachbarte Limburg kann mit dieser Historie nicht mithalten.

Elz ist überregional vor allem durch den Elzer Berg bekannt, aber nicht weil dieser besonders spektakulär ist, sondern weil am Elzer Berg über der Autobahn A 3 1972 die wohl bekannteste Blitzanlage Deutschlands installiert wurde, die jährlich gut 100.000 Temposünder zur Finanzierung der Staatsfinanzen motiviert. Zahlreiche prächtige Fachwerkhäuser rund um das Rathaus von 1561 prägen den Kern von Elz.