Graf-Engelbert-Weg Etappe 2 Alter Schee - Radevormwald


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 25 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 1 Min.
Höhenmeter ca. ↑521m  ↓438m
Der Graf-Engelbert-weg führt über Schwelm nach Radevormwald

Im kleinen Dörfchen Alter Schee bei Sprockhövel beginnt die zweite Etappe auf dem Graf-Engelbert-Weg. Bis 1960 war der Ort an die Eisenbahn angeschlossen. 1884 wurde die Strecke zwischen Wuppertal und Hattingen gebaut, um die in der Herzkämper Mulde geförderte Kohle abzutransportieren. Um den Höhenzug im Süden zu überwinden, konstruierte man den doppelröhrigen, 722m langen Scheetunnel, dessen Nordportal sich wenige hundert Meter südlich des Ortes befindet.

Der Scheetunnel soll im Rahmen des Radverkehrsnetzes NRW saniert und für Radfahrer (und Wanderer) freigegeben werden. Der Hauptwanderweg X28 knickt allerdings vor dem Scheetunnel ostwärts ab und quert über die Schmiedestraße die Autobahn A 46. Über Nächstebreck geht es zur nächsten Autobahn, der A 1, die unterquert wird. Dann ist man in Schwelm, der Kreisstadt des Ennepe-Ruhr-Kreises. Am Bahnhof und der modernen katholischen Marienkirche vorbei geht es zur Christuskirche.

Die 1842-49 erbaute evangelische Christuskirche ist 52m lang und 26m breit. Sie fasst 1.2000 Gottesdienstbesucher und gehört damit zu den größten Kirchen im Bergischen Land. Ihre beiden Türme ragen 56m hoch auf.

Über den Westfalendamm und die Himmelstreppe geht es in den Ländchesweg und hinaus aus Schwelm. Der X28 führt hinein in den Martfelder Wald. Hier passiert der Graf-Engelbert-Weg die Quelle der Schwelme am Winterberg (289m). Diesem Bach verdankt die Kreisstadt im Ennepe-Ruhr-Tal ihren Namen. Die Schwelme ist 9km lang und mündet in Oberbarmen in die Wupper.

Kurz nach der Schwelmequelle erreicht der Graf-Engelbert-Weg die Gemarkung der Stadt Ennepetal. Über den Ortsteil Königsfeld geht es an den Nordrand des Naturschutzgebiets Wupper Schleife und weiter ins Spreeler Bachtal. Hier liegt die Spreelermühle, eine alte Lohmühle aus dem 16. Jahrhundert, die im 20. Jahrhundert als beliebtes Ausflugslokal fungiert, seit 2011 aber geschlossen ist.

Bei Griesensiepen erreicht der Graf-Engelbert-Weg erstmals das Stadtgebiet von Radevormald. Wir folgen dem kleinen Brebach in einer Ostschleife und kommen dann nach Remlingrade. Hier lohnt ein Blick auf die Dorfkirche Remlingrade, die 1743-45 erbaut wurde und im Innern noch weitgehend original erhalten ist. Kurios wirken die zwei schmiedeeiserne Huthalter, die zusammen mit einem großen Kristallleuchter von der Decke hängen.

Über Altenhof, Eistringhausen und Oberste Mühle geht es hinein nach Radevormwald. Vorbei an den Sportanlagen am Kollenberg führt der Graf-Engelbert-Weg durch die Telegrafenstraße. Hier liegt die zweitälteste Jugendherberge der Welt, 1910 eröffnet, also knapp ein Jahr nach der Erfindung der Jugendherbergen durch den SGV-Funktionär Richard Schirrmann in Altena.

Weiter geht es am Stadtpark vorbei. Hier steht das 1772 erbaute Gartenhaus im Rokokostil, das älteste Gebäude von Radevormwald. Dann passiert der Graf-Engelbert-Weg den Marktplatz, an dem sich die 1804 errichtete evangelisch-lutherische Kirche befindet und folgt der Kaiserstraße zum Schlossmacherplatz, auf dessen Südseite der Busbahnhof liegt, das Ziel der Etappe.

Graf-Engelbert-Weg Etappen


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