Graf-Engelbert-Weg Etappe 6 Niederbreidenbach - Schladern


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Wegweiser
Länge: 15.77km
Gehzeit: 03:56h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Die Schlussetappe des Graf-Engelbert-Wegs startet im Homburger Ländchen, genauer in dem 100-Seelenörtchen Niederbreidenbach. Zunächst passiert der X28 den kleinen Breidenbacher Bach, einem 4km langen Zufluss der Bröl und führt dann südöstlich zu dem kleinen Weiler Grunewald und weiter nach Lindscheid.

Nächster Ort an der Wegstrecke ist Benroth. Benroth trägt seit 1991 den vom Land Nordrhein-Westfalen vergebenen Titel Ökologisches Dorf der Zukunft. Die ökologische Umgestaltung durch kleine und größere Maßnahmen (z.B. Feuchtbiotop, Trockenmauern, Hecken, Entsiedlungen) lässt sich im Erscheinungsbild des Dorfes ablesen. Die in einer knappen Stunde zubewältigende Ökomeile durch das Dorf ermöglicht einen guten Einblick in das Projekt.

Bei Benroth trifft der Graf-Engelbert-Weg auf den Waldbrölbach, der hier das Homburger Ländchen vom Nutscheid – dem größten zusammenhängenden Waldgebiet im Bergischen Land – trennt. Doch noch bleibt der X28 nördlich des Waldbrölbach und stattet erst noch Berkenroth einen Besuch ab. Berkenroth wie Benroth lagen an der Strecke der Bröltalbahn, die 1869 die erste Schmalspurbahn Deutschlands war und bis in die 1950er Jahre dafür sorgte, dass das landschaftliche schöne, aber etwas abseits gelegene Bröltal an Hennef im Siegtal angebunden war.

Dann geht es auf dem Graf-Engelbert-Weg ins Nutscheid. Der Weg folgt dem kleinen Bladersbacher Bach nach Bladersbach, ein Dörfchen, an dessem Südrand der Galgenberg liegt, die historische Richtstätte im Windecker Ländchen. Zwischen Ommeroth und Hahnenbach hindurch geht es über Höhnrath und den Bodenberg (269m) schließlich hinab ins Siegtal nach Schladern.

Der Graf-Engelbert-Weg endet offiziell am Bahnhof in Schladern, der über den Rhein-Sieg-Express mit Aachen und Siegen und über die S-Bahn-Linie 12 des Rhein-Ruhr-Verkehrs mit Köln, Troisdorf und Sieburg verbunden ist.

Vom Bahnhof sind es noch ein paar Schritte bis hinab zur größten Sehenswürdigkeit in Schladern, dem bekannten Sieg-Wasserfall, oder kurz: Siegfall. Er entstand 1857-59, als die Sieg wegen des Baus der Eisenbahn begradigt werden musste. Durch diese Begradigung entstand der Siegfall, ein zwar nur recht flacher, dafür aber umso breiterer Wasserfall. Auf 84m in der Breite nimmt die Sieg einen Höhenunterschied, der in der Spitze 4m beträgt.

Der alte Verlauf des Siegtals ist heute als Naturschutzgebiet Krummauel auf einer Fläche von 19ha geschützt. Der Bereich zählt gleichzeitig zum Naturschutzgebiet Siegaue. Unter Naturschutz gestellt sind die Siegaltarme nördlich und südlich der Eisenbahnlinie sowie eine kleine Fläche in Schladern. Hier bilden Auen- und Bruchwälder sowie Stillwasserbereiche wichtigen Lebensraum für zahlreiche Libellenarten, Schmetterlinge und Wasservögel wie den Graureiher. Hier an der Sieg lebt auch der seltene Grasfrosch.

Direkt am Siegfall produzierte seit 1891 die Elmore’s Metall Actien Gesellschaft Kupferröhren im elektrolytischen Verfahren. Die Produktionsgebäude aus der Gründerzeit, die seit 1995 leer standen, werden seit 2004 von Schladener Bürgern als Mischung aus Industriepark und Veranstaltungsort betrieben und bieten ein unverwechselbares Ambiente.

Graf-Engelbert-Weg Etappen


Graf-Engelbert-Weg Etappe 1 - Graf-Engelbert-Weg Etappe 2 - Graf-Engelbert-Weg Etappe 3 - Graf-Engelbert-Weg Etappe 4 - Graf-Engelbert-Weg Etappe 5 - Graf-Engelbert-Weg Etappe 6

Autor: SGV
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