Elkenroth

Die anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde Elkenroth liegt am Rande des Neunkhauser Plateaus auf einer Höhenlage von rund 450m. Zwischen Elkenroth und Weitefeld entspringt der Elbbach, der nach 22km bei Wissen in die Sieg mündet.

Im seinem Oberlauf speist der Elbbach den Elkenrother Weiher. Ehemals waren es sechs Weiher, die zwischen Elkenroth und Weitefeld künstlich angelegt worden waren. Die ersten drei Seen - der Muhl-Weiher, der Mittelweiher und der Hachenburger-Weiher – wurden auf Geheiß des Landgrafen Ludwig von Hessen bereits 1439 gestaut. 1550 fielen die drei Weiher an die Abtei Marienstatt, die drei weitere Klosterweiher anlegen ließ. 1820 wurden die sechs Weiher dann trockengelegt und es entstanden 300 Morgen (75ha) Wiesenland. Erst 1962 legte die Ortsgemeinde Elkenroth erneut einen Weiher an, der hauptsächlich dem Angelsport dient. Er hat allerdings mit 7ha nur noch ein Zehntel der ursprünglichen Fläche.

Seit 1988 bewirtschaftet der Sportfischerverein Elkenroth den Weiher. 1993 bauten die Vereinsmitglieder eine Fischerhütte im Blockhausstil, die heute ein beliebter Treffpunkt ist. Im gleichen Jahr wurde eine Schilfzone im hinteren Teil des Elkenrother Weihers angelegt, die der Brutaufzucht der heimischen Wasservögel dient. Seit 1994 schließlich ist der Naturlehrpfad eingerichtet, der um den Weiher führt.

Der Elkenrother Weiher liegt direkt am Naturschutzgebiet Weidenbruch zwischen Elkenroth und Neunkhausen. Die Einheimischen nennen das 27ha große Schutzgebiet „de Weiren“. Es ist ein früheres Torfabstechgebiet, in dem man heute viele seltene Sumpfpflanzen wie z.B. den Sonnentau und einige Orchideenarten findet.

Im Norden von Elkenroth erhebt sich der Hasselichskopf (508m) im gleichnamigen Naturschutzgebiet. Es wurde zum Schutz seltener Amphibien angelegt, die sich rund um den kleinen Kratersee aufhalten. Auch das selten gewordene Haselhuhn brütet in den Wäldern rund um den Hasselichskopf. Vom Gipfel hat man eine schöne Aussicht ins Daadenbach- und ins Hellertal. Bei klarem Wetter reicht der Blick über das südliche Siegerland hinweg bis ins Sauerland.

Westlich vom Hasselichskopf hat sich der Elbbach ein Tal gegraben, das von Bäumen beschattet ist und interessante Lichteffekte erzeugt. Vorbei an den dicken Steinen öffnet sich das Tal bei Dickendorf in eine weitläufige Senke, die man nördlich über den Sommerberg in Richtung Kausen oder südlich über den Winterberg wieder retour nach Elkenroth verlassen kann. Nimmt man den Weg nach Elkenroth kommt man nach rund 600m an Reste einer Steinwallanlage, die ehemalige Hildburg. Hier gibt es an der Kreisstraße K 144 von Elkenroth nach Dickendorf einen Wanderparkplatz, an dem man gut zu Wanderungen ins Elbbachtal und zum Hasselichskopf aufbrechen kann.

Direkt am Wanderparkplatz liegt südlich das Naturschutzgebiet Lindianseifen, das seinen Namen dem gleichnamigen Bach verdankt, der bei Dickendorf in den Elbbach mündet. Die Einheimischen nennen dieses Gebiet „Grundwasser“ wegen des feuchten Bodens des hier geschützten Erlen-Sumpfwaldes im Quellgebiet des Lindianseifens.

Es lohnt auch ein Abstecher in den Ort Elkenroth. Mächtig erhebt sich die 1869 erbaute Pfarrkirche St. Elisabeth. Ihr gegenüber liegt eine kleine Kapelle für Lourdes-Pilger, die 1903 errichtet wurde. 200m weiter südlich in der Steinbornstraße findet der müde Wanderer ein frei zugängliches Wassertretbecken das in einer Steinbornpark genannten Grünanlage eingerichtet ist.