Kausen

Etwas nördlich von Dickendorf liegt das kleine Dorf Kausen. Auffällig ist seine Kirche, die 1935 erbaute Dreifaltigkeitskirche. Der Kirchturm ist dem Turm eines Förderschachts nachempfunden.

Bekannt ist Kausen vor allem durch den Hausberg Käuser Steimel. Es ist der älteste Basaltbruch im Gebhardshainer Land, der bis 1987 aktiv genutzt worden ist. Zeitweise waren hier mehr als 200 Arbeiter mit dem Abbau von Basaltstein beschäftigt. Zur Erinnerung an die wirtschaftlich guten Zeiten, die durch die Steinbruchbetriebe für Kausen herrschten, wurde an der Ortsabfahrt von der Landstraße eine Basaltsäule mit gehauenem Ortsnamen Kausen aufgestellt. Heute ist der Käuser Steimel ein beliebtes Wandergebiet. So ist beispielsweise eine Rundwanderung vom Wanderparkplatz Kausen um den Steimel ausgewiesen. Weitere Wanderstrecken führen auf die Molzhainer Höhe und weiter zum Steinerother Kopf.

Besonders beliebt bei Wanderern ist aber das wildromantische Elbbachtal zwischen Kausen, Elkenroth und Dickendorf. Hier finden sich im Elbbach auch die drei dicken Steine. Die Legende berichtet von der Hildburg auf der Elkenrother Seite des Elbbachs. Hier wurde die Rittersfrau vertrieben und musste am Bach leben. Beim Waschen legte sie ihre Hand auf einen der Steine, der nachgab und ihren Handabdruck zeigte. Nach diesem Zeichen kam der verschollen geglaubte Rittersmann zurück und holte seine Frau wieder auf die Burg. Bis heute sind Einkerbungen in einem der Steine zu sehen, die als die Abdrücke gedeutet werden.

Auf dem Weg von Kausen nach Molzhain streift man zwei Naturschutzgebiete. „Im Geraume“ bietet auf 8,2ha verschiedene seltene Orchideenarten. Aufgrund dieser Vegetation finden sich auch besondere Schmetterlingsarten. Etwas westlich – getrennt durch die Landstraße nach Molzhain – liegt das Naturschutzgebiet „Im Seifenwald“. Es ist ein gut 7ha großes Feuchtgebiet, das ebenfalls wegen seltener Pflanzen ausgewiesen wurde.

Der Pferdehof Sonne in Kausen bietet eine Wanderreitstation mit teils auch mehrtägigen Ausflügen hoch zu Ross ins Nistertal und an die Westerwälder Seenplatte. Auch werden Kutschfahrten angeboten und ein Hol- und Bringservice für Streckenwanderer.