Neunkhausen

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Der westliche Teil des Hohen Westerwalds hat aufgrund seiner eigenen erdgeschichtlichen Entstehungsgeschichte auch einen eigenen Namen bekommen: Das Neunkhausen-Weitefelder Plateau. Namensgebender Ort ist Neunkhausen, ein kleiner Ort, der von Burggraf Eberhard von Aremberg und seiner Frau Adelheid von Molsberg 1212 zur Gründung eines Klosters gestiftet worden ist.

Südlich des heutigen Ortskern liegt der Altenklosterhof, wo 1215 „apud locum sancte Marie“ die Klostergründung durch den Trierer Erzbischof Dietrich bestätigt worden ist und die Ursprünge des heutigen Kloster Marienstatts liegen. Doch weil die Herren von Molsberg die Schenkung nach dem Tode der Burggräfin anzweifelten und das Leben auf dem Neunkhauser Plateau den Mönchen zu rau war, zogen die Zisterzienser bereits 1220 ins Tal der Großen Nister und gründeten dort das heute noch betriebene Kloster Marienstatt bei Hachenburg.

Der Altenkosterhof ist heute noch namensgebend für eine Gemarkung südlich von Neunkhausen in Richtung Norken. Über Jahrhunderte wurde hier für das Kloster Marienstatt eine Öl- und Mahlmühle betrieben. 1950 wurde nahe der Mühle die Kapelle Regina Pacis zum Gedenken an die Klostergeschichte errichtet. Heute betreibt am Altenklosterhof der Angelpark Neunkhausen drei kleine Weiher. Zwei Forellenteiche und ein Mischteich stehen den Petrijüngern zur Verfügung.

Neunkhausen ist ein guter Startpunkt für Wanderungen ins Tal der Kleinen Nister, an den Nauberg bei Nister und auch das saynische Schloss in Friedewald. Ausgangspunkt für Wanderungen ist der Parkplatz mit Grillhütte an der alten Straße nach Kirburg (heute: Kirchstraße).