Dill Quellgebiet

Landgasthof RudolphLandgasthof Rudolph

Das Quellgebiet der Dill liegt knapp 2km von der Ortschaft Offdilln am Südosthang der Haincher Höhe auf einer Höhe von 567m. Zusammen mit der Kalteiche bildet die Haincher Höhe die Wasserscheide zwischen Dill und Sieg und trennt Westerwald und Lahn-Dill-Bergland (beide Hessen) vom Siegerland (Nordrhein-Westfalen).

Die Dill ist ein 55km langer Zufluss der Lahn und bildet die Ostgrenze des Westerwalds im Übergang zum oberhessischen Lahn-Dill-Bergland. Auf ihrem Weg zur Lahn hin legt die Dill 420 Höhenmeter zurück und nimmt dabei größere Bäche wie die Dietzhölze in Dillenburg, die Aar bei Herborn und die Lemp bei Ehringshausen auf. In Wetzlar mündet die Dill in die Lahn.

Eine Wanderung von Offdilln zur Dillquelle führt an den bekannten Rothaarsteig heran, ein Fernwanderweg, der auf 154km die waldreiche Mittelgebirgslandschaft des Rothaargebirges durchmisst. In Offdilln selbst lädt die 1776 von Johann Heinrich Hoffmann erbaute Barock-Kapelle zu einem Besuch. Es können reiche Ausmalungen mit Blumendekor bewundert werden, die Ernst Julius Kayser 1781 anfertigte.

Dillbrecht und Fellerdilln bieten im weiteren Verlauf zum Teil artenreiche Moorwiesen, bevor sich die Dill bei Rodenbach mit dem Roßbach vereint. Unterhalb von Rodenbach mündet am früheren Bergmannsdorf Steinbach ein weiterer Bach in die Dill. Hier gibt es gute Wandermöglichkeiten ins obere Steinbachtal. Im Winter locken gespurte Loipen und ein Schlepplift am Grammelskopf (461m).

Südlich von Steinbach liegt Haigerseelbach, ein beliebter Startpunkt für eine Wanderung zur Kalteiche, dem früheren Auerhahnjagdgebiet der Herzoge von Nassau. In den Wäldern finden sich zahlreiche Schlacken, die von der prähistorischen Eisenindustrie zeugen. Das Erz selbst stammt aus dem Scheldetal bei Dillenburg und wurde in Haigerseelbach verhüttet.

Das Spitzen- und Leinenmuseum im alten Rathaus von Haigerseelbach zeigt, wie die Bauern früher ihre Kleider anfertigten, die dann mit dem für Haiger typischen „Blaudruck“ versehen wurden. Im angeschlossenen nostalgischen Museumsladen können Spitzen, Leinenstoffe und mehr erworben werden. (Prospekt herunterladen - Fotos: © Kiara Black Photography)

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