Börlinghausen (Wupper-Quelle)

Zwischen Marienheide im Bergischen Land und Meinerzhagen im Sauerland entspringen gleich 37 Quellen, deren Rinnsale zur Wipper zusammenfließen, wie der Oberlauf der Wupper genannt wird. Die offizielle Wupper-Quelle liegt im Marienheider Ortsteil Börlinghausen. Nach neun Kilometern wird die sich immer stärker verbreiternde Wipper ab der Einmündung der Kerspe bei Ohl in Wupper umbenannt. Die Wupper, der längste Fluss im Bergischen Land, mündet schließlich nach 117km im Leverkusener Stadtteil Rheindorf in den Rhein.

Die 37 Wupper-Quellen bilden ein ca. 4ha großes Hangquellmoor, das als Naturschutzgebiet Quellgebiet der Wupper ausgewiesen ist, eines der wenigen Naturschutzgebiete im Oberbergischen Land. Neben unzähligen Mücken trifft der Wanderer auf den kalkarmen Böden eine ursprüngliche Vegetation und wilde Orchideen wie das Knabenkraut an. Ein Quellmoor entsteht dadurch, dass Quellwasser dauerhaft und in gleichbleibenden Mengen aus dem Boden tritt, so dass sich ein – oftmals mit Sand und Ton zersetzter und schlammiger – Torf bilden kann.

Feucht geht es auch im benachbarten Holzwipper zu: Hier wurde östlich des Ortes auf gut 2ha das Naturschutzgebiet Nass- und Feuchtgrünlandkomplex östlich Holzwipper ausgewiesen.

Durch Börlinghausen führt nicht nur die als Radweg ausgewiesene Route Wasserquintett, ein rund 80km langer Themenrundweg, der in Marienheide beginnt und fünf Talsperren im Oberbergischen verbindet. In Börlinghausen startet auch der 125km lange Wupperweg, der den gleichnamigen Fluss von seiner Quelle bis zur Rheinmündung begleitet. Der vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) ausgewiesene Wanderweg führt auf seiner ersten Etappe von Börlinghausen über Brucher Talsperre und Lingesetalsperre nach Wipperfürth.

Lohnende Wanderziele in der näheren Umgebung von Börlinghausen und dem Quellgebiet der Wupper sind auch die Genkeltalsperre, die Aggertalsperre und der Aussichtsturm auf dem Unnenberg (506m), der einen herrlichen Rundblick über die Landschaft des Wippertales bietet.

IVW