Brucher Talsperre

Im Zweiten Weltkrieg wurde von der Brucher Talsperre aus scharf geschossen: Links und rechts der Staumauer stand jeweils eine Flak. Die eine ist heute nur noch als Ruine zu sehen; an Stelle der anderen ist die Wasserrettungsstation der DLRG getreten, die während der Badesaison zeitweise besetzt ist. Die Brucher Talsperre zählt zur Gemarkung der Gemeinde Marienheide im Wippertal. Am bzw. rund um die Brucher Talsperre liegen die Ortschaften Eberg, Rodt, Stülinghausen und Gervershagen. Nordöstlich der Brucher Talsperre erhebt sich der 450ha große Forst Gervershagen mit dem Naturschutzgebiet Quellbach- und Laubwaldbereich im Gervershagener Forst.

Nur unwesentlich länger als der Stausee selbst ist der kleine Brucherbach, der zwischen Rodt und Gervershagen zur Brucher Talsperre angestaut wird und gleich anschließend in die Wipper mündet. Außerdem wird der Stausee teilweise von der Wipper gespeist, die über einen knapp 1,3km langen Stollen nahe Holzwipper mit dem Gewässer verbunden ist.

Die 1913 eingeweihte Brucher Talsperre hat eine Fläche von 47ha, ist ca. 20m tief und wurde wie die Lingesetalsperre ursprünglich zur Flussregulierung errichtet. Sie speichert bis zu 3,38 Millionen Kubikmeter Wasser. Gehalten wird das Wasser von einer gut 25m hohen Staumauer aus Bruchsteinen, die nach Plänen von Professor Otto Intze entstand und 1993 umfassend saniert wurde. Die Staumauer der Brucher Talsperre ist 200m lang und 4,5m breit.

Neben der Hochwasserregulierung dient die Brucher Talsperre heute in erster Linie dem Freizeitvergnügen: Von vier Badestellen aus kann im See geschwommen werden. Bei der Segelschule an der Gaststätte der Brucher Talsperre können Ruderboote sowie Tret- und Segelboote gemietet werden. Ein Campingplatz ist ebenfalls vorhanden. Nicht gestattet sind Motorboote sowie das Surfen. Und außerhalb der gekennzeichneten Bereiche ist Wassersport ausdrücklich untersagt.

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