Lingesetalsperre

Nördlich von Marienheide, beim Ortsteil Wernscheid, wird ein Bach zum Stausee: Die Lingese, ein kleiner, knapp 4km langer Zufluss der Wipper. Die Lingese entspringt im Ebbegebirge. Ihr Bachlauf bildet die Grenze zwischen Kierspe im Sauerland und Marienheide im Bergischen. Von Lambach aus fließt außerdem der kleine Benninghauser Bach der Lingesetalsperre zu.

Die 1899 eingeweihte Lingesetalsperre liegt auf 341m ü. NN mitten in den Wäldern des Oberbergischen Lands. Sie ist einer der ältesten Stauseen des Wupperverbandes und wurde ursprünglich zur Flussregulierung und zur Wasserversorgung angelegt. Heute dient der 39ha große und nur ca. 20m tiefe Stausee in erster Linie der Naherholung und in zweiter Linie dem Hochwasserschutz bzw. als Wasserspeicher im Falle von Niedrigwasser.

Die bogenförmige, 183m lange Staumauer der Lingesetalsperre besteht aus Bruchstein-Mauerwerk und ist mit Dichtwand, Kontrollgang sowie Drainage versehen. Sie hält eine Wassermenge von 2,6 Millionen Kubikmetern.

Die Lingesetalsperre ist an ausgewiesenen Stellen auch für den Wassersport zugelassen. Es gibt drei Badestellen, u. a. am Campingplatz. Ruderboote sowie Tret- bzw. Segelboote können hier angemietet werden; Motorboote sind nicht zugelassen. Auch das Surfen auf der Lingesetalsperre ist untersagt.

Außerhalb der Wassersport-Bereiche tummeln sich in der Lingesetalsperre zahlreiche Wasservögel, die sich hier auch zum Brüten verstecken. Hierzu gehören Wildenten, Wasserhühner, Haubentaucher und Graureiher. Zeitweise ist sogar der eine oder andere Eisvogel zu sehen.

Die Lingesetalsperre liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Marienheide in der Wanderregion Wippertal. Am und um die Lingesetalsperre liegen die Ortschaften Kattwinkel, Schmitzwipper, Lambach, Wernscheid, Linge und Lienkamp. In Lienkamp entspringt der Haßsiefen, ein kleiner Zufluss der Wipper.

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