Genkeltalsperre

Im südlichsten Winkel des Volmetals und schon halb auf dem Gebiet der Stadt Gummersbach im Bergischen Land liegt die Genkeltalsperre. Überschaut vom Helberg (433m) auf Gummersbacher und vom Heedberg (434m) auf Meinerzhagener Seite, zieht sich das geflutete Tal in Nord-Südrichtung durch die bewaldete Landschaft.

Die Flüsse Genkel und Grotmicke füllen die Talsperre und stellen so die Trinkwasserversorgung der Umgebung sicher. Denn die Genkeltalsperre ist eine reine Trinkwassersperre, Wassersport ist hier also nicht möglich.

Ein beliebtes Ausflugsziel ist der 64ha große See mit seinen 8,2 Mio. Liter Wasser dennoch. Gleich zwei Rundwanderwege stehen zur Auswahl, auf denen man den See umrunden kann, einer mit 10km und einer mit 14km Länge. Wie häufig an Talsperren sind die Wege gut ausgebaut und eignen sich zum Spazieren genauso wie zum Radfahren.

Der Stausee entstand 1953, und zum 50. Geburtstag im Jahr 2003 richtete man einen Wasserlehrpfad ein. Er informiert auf dreizehn Tafeln über allerlei Wissenswertes rund um die Talsperre und die Trinkwassergewinnung.

Direkt am Vorbecken der Genkeltalsperre liegt der ehemalige Rittersitz Listringhausen. 1621 findet sich die erste Erwähnung des Guts. Damals war Friedrich von Neuhoff Besitzer von Gut Listringhausen. Von Neuhoff besaß übrigens später auch das nicht weit entfernte Schloss Badinghagen. Fünf Generationen lang war das Gut noch im Familienbesitz. Danach wechselte es mehrere Male den Besitzer und befindet sich auch heute noch in Privatbesitz. Darum ist es leider auch nur von außen zu besichtigen.

Das gesamte Gut Listringhausen besteht aus einer ganzen Anzahl an Gebäuden: Haupt- und Nebenhaus, ein Torhaus sowie Ställe und eine kleine Parkanlage. Gut Listringhausen gehört ebenso wie Schloss Badinghagen zu den Wahrzeichen der Stadt Meinerzhagen.

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