Wupperweg


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 127 km
Gehzeit o. Pause: 1 Tag 7 Stunden 18 Min.
Höchster Punkt: 433 m
Tiefster Punkt: 27 m
Der Wupperweg führt durchs Herz des Bergischen Lands

Der Wupperweg – so legt es uns der Name nahe – ist ein Wanderweg, der der Wupper von der Quelle im Oberbergischen bis zur Mündung in den Rhein folgt. Warum sollte man einen Fluss entlangwandern, mögen Sie sich fragen. Die Antwort ist einfach: Weil die Wupper nicht nur einer der landschaftlich schönsten, sondern zugleich einer der spannendsten Flüsse in Deutschland ist. Filmemacher Sigurd Tesche ließ sich sogar dazu hinreißen, eine Filmreportage über die Wupper mit dem Untertitel „Amazonas im Bergischen Land“ zu versehen.

Was ist das Spannende an dem 117km langen Fluss, der bei Marienheide entspringt und dann in einem markanten Bogen durch den Kern des Bergischen Lands fließt? Es sind die Gegensätze, die die Wupper zu einem einzigartigen Fluss machen. Früher war die Wupper so dreckig, dass es im Sommer in nahegelegenen Schulen schon mal stinkefrei gab. Die Textilindustrie rund um Barmen nutzte das Wasser der Wupper zum Bleichen von Garnen, die chemische Industrie kühlte ihre Anlagen, Schleifereien und Hammerwerke brauchten die Wasserkraft zum Betrieb der Maschinen.

Heute ist das Tal der Wupper auf weiten Strecken als europäisches Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Industrieanlagen haben ihre Arbeit aufgegeben. Übrig geblieben sind teils beeindruckende, teils einfach malerische Überbleibsel, die jahrhundertelange Wirtschaftsgeschichte dokumentieren. Davon zeugen auch die großen Talsperren und kleinen Stauweiher, von denen es eine ganze Reihe entlang der Wupper und ihrer Zuflüsse gibt.

An einem Bogen der Wupper gründete Adolf II. von Berg Anfang des 12. Jahrhunderts Schloss Burg, das für die nächsten 250 Jahre Residenz des Bergischen Lands bleiben sollte. Heute ist Schloss Burg an der Wupper die größte, rekonstruierte Burganlage in Nordrhein-Westfalen. Einer der Hausherren auf Schloss Burg wurde später Kölner Erzbischof und verlieh in dieser Funktion Wipperfürth an der Wupper 1131 die Stadtrechte. Damit ist Wipperfürth die älteste Stadt im Bergischen. Und noch einen Rekord gibt es an der Wupper: Die Müngstener Brücke über die Wupper ist die höchste Eisenbahnbrücke in Deutschland. Also: Am besten gleich die Wanderstiefel gepackt und losmarschiert – auf einer der schönsten Wanderstrecken im Bergischen Land.

Auf dieser Seite bieten wir den gesamten Wegeverlauf des Wupperwegs kostenfrei als GPS-Track für Navigationsgeräte (*.gpx) oder Karten-Anwendungen wie GoogleMaps und GoogleEarth (*.kml). Die sechs Tagesetappen auf dem Wupperweg werden jeweils auf eigenen Seiten im Detail beschrieben. Auf diesen Seiten lassen sich dann auch die einzelnen Etappen als GPS-Tracks für mobile GPS-Empfänger speichern.


Wupperweg Etappe 1 von der Wupper-Quelle nach Wipperfürth (22km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf dem Weg durchs Land der Pulvermühlen passiert der Wupperweg zuvor zwei schöne Talsperren, die Brucher Talsperre und die Lingesetalsperre. Beide Seen dienen heute auch als Naherholungsgebiete und sind zugänglich. Bei Ohl lohnt ein Abstecher ins Schwarzpulvermuseum.


Wupperweg Etappe 2 von Wipperfürth zur Wuppertalsperre (22km)

Wanderatlas-Empfehlung: Gleich vier markante Talsperren säumen den Weg: Neyetalsperre, Bevertalsperre, Wupper-Vorsperre und schließlich die Wuppertalsperre. Bei all dem Wasser freut man sich auf einen Abstecher zum Schloss Hückeswagen, das hoch auf einem Bergsporn steht.


Wupperweg Etappe 3 von der Wuppertalsperre zum Toelleturm (22km)

Wanderatlas-Empfehlung: Vorbei an den eindrucksvollen Zeugen der starken Textilindustrie im Tal der Wupper geht es nach Beyenburg, mit schönem Blick über den Beyenburger Stausee zum Kloster Steinhaus. Später wandert man durch die Barmer Anlagen, eine der größten privaten Parkanlagen, die öffentlich zugänglich sind.


Wupperweg Etappe 4 vom Toelleturm zur Müngstener Brücke (25km)

Wanderatlas-Empfehlung: Durch Barmen und Elberfeld geht es in den Staatsforst Burgholz mit dem deutschlandweit bekannten Arboretum Burgholz, das Bäume aus aller Herren Länder – teilweise über hundert Jahre alt – umfasst. An der Kohlfurter Brücke bietet sich – wenn zugänglich – ein Besuch des Bergischen Straßenbahnmuseums an.


Wupperweg Etappe 5 von der Müngstener Brücke zum Wipperkotten (17km)

Wanderatlas-Empfehlung: Im Tal der Schleifkotten passiert der Wupperweg viele frühere Schleifereien – darunter auch den Balkhauser Kotten und den Wipperkotten, die heute als Museum bzw. Schauschleiferei genutzt werden. Vorher aber geht es hinauf nach Schloss Burg – ehemals Residenz der Grafen von Berg und für 250 Jahre Hauptstadt des Bergischen Lands.


Wupperweg Etappe 6 vom Wipperkotten zum Rhein (17km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf der Schlussetappe erkundet der Wupperweg das Stadtgebiet von Leichlingen und passiert u.a. Schloss Eicherhof, die barocke Stadtkirche und die Höhenburg Haus Vorst. Bei Rheindorf mündet dann erst die Dhünn in die Wupper und wenig später die Wupper in den Rhein.


IVW