Röntgenweg Etappe 1 Röntgenmuseum - Eschbachtalsperre


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 6 Min.
Höhenmeter ca. ↑379m  ↓365m
Der Remscheider Röntgenweg führt von Lennep zur Eschbachtalsperre

Der Einstieg in den Remscheider Röntgenweg ist der Stichweg, der uns auf gut 2km vom Röntgenmuseum in Lennep zur Jakobsmühle nach Kleebach bringt. Das Röntgenmuseum wurde bereits 1932 in einem alten Patrizierhaus nur wenige hundert Meter von Röntgens Geburtshaus entfernt eröffnet. 2006 erfolgte der Umbau des Deutschen Röntgenmuseum von einem wissenschaftlichen Fachmuseum zu einer museumspädagogischen Erlebniswelt für die ganze Familie. Auf über 2.000qm Ausstellungsfläche wird eine weltweit einmalige Sammlung von Röntgengeräten und viele persönliche Dinge des Nobelpreisträgers gezeigt. Zu sehen ist auch der Versuchsaufbau, mit dem Röntgen seinerzeit die epochemachende Entdeckung der X-Strahlen gelang.

Aber nicht nur das Deutsche Röntgenmuseum lohnt einen Besuch in Lennep. Der Remscheider Stadtbezirk gehört zu den bedeutenden historischen Stadtkernen in Nordrhein-Westfalen und entspricht in der Altstadt immer noch der mittelalterlichen Grundstruktur. Man merkt, dass man in einer der ältesten Städte des Bergischen Lands ist. 116 Häuser des Stadtkerns stehen unter Denkmalschutz, darunter auch solche, die nach dem Stadtbrand 1746 entstanden und Musterbeispiele des so genannten Bergischen Barocks sind.

Von Lennep aus führt der Röntgenweg über die Albrecht-Thaer-Straße, die Röntgenstraße und die Christhauser Straße ins Tal des Lenneper Bachs. Hier stand einst die Jakobsmühle, die schon im 13. Jahrhundert erwähnt wurde, dann aber 1942 abgerissen wurde. Der Mühlteich wurde den städtischen Kläranlagen zugeordnet, der Name Jakobsmühle hat sich aber erhalten.

Von der Jakobsmühle wendet sich der Röntgenweg in Richtung Hof Nagelsberg und biegt kurz unterhalb auf einen Weg ab, der zur Wuppertalsperre führt. Die Wuppertalsperre wurde 1982-87 gebaut und füllt bei Vollstau eine Fläche von 225ha. Als Brauchwassertalsperre ist sie für Wassersport freigeben und speziell bei Sporttauchern sehr beliebt, da man unter Wasser noch alte Bauwerke wie ein Viadukt mit drei Bögen besichtigen kann.

Der Röntgenweg führt entlang des Westufers der Wuppertalsperre zur Feldbach-Vorsperre und dann durchs 1994 ausgewiesene Naturschutzgebiet Feldbachtal, ein offenes Wiesental mit bedeutsamen Feuchtwiesen-Komplexen. Hinter Oberfeldbach biegt der Röntgenweg über die Höhe bei Dörpholz ins Dörpetal.

Wie an den meisten Bächen und Flüssen im Bergischen Städtedreieck gab es auch an der nur 7km langen Dörpe mehrere Mühlen und Fabriken, die die Wasserkraft nutzten. Ein solcher Betrieb war der Goldenbergshammer, der im 18. Jahrhundert als Fruchtmühle begann, dann zu einem Reckhammer und noch später zu einer Knochenmühle umgebaut wurde. Am Goldenbergshammer kreuzt der Röntgenweg die historische Eisenstraße, den Weg, auf dem Eisen aus dem Siegerland für die Kleineisenindustrie in Remscheid, Solingen und Wuppertal transportiert wurde.

Der Röntgenweg folgt der Dörpe bis zum Weiler Sonnenschein, biegt dann nördlich Richtung Bornefeld, passiert die Bundesstraße B 51 und erreicht die Eschbachtalsperre, die erste Trinkwassertalsperre Deutschlands, 1889-91 vom legendären Professor Intze gebaut. Der Stausee, der früher Remscheider Talsperre hieß, ist deutlich kleiner als die Wuppertalsperre, aber seit Anfang an ein beliebtes Ausflugsziel

Der Röntgenweg führt zur 1991-94 sanierten Staumauer der Eschbachtalsperre. Von hier geht es durch eine Unterführung auf die andere Seite der A1. Durch ein kleines Waldstück am malerisch gelgenen Schwanenteich vorbei erreicht man die Mebusmühle. Hier gibt es Parkplätze, Essen und Trinken und auch der Remscheider Stadtbus hält regelmäßig.

Röntgenweg Etappen


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