Niedereisenhausen (Steffenberg)

Der über 900 Jahre alte Ort Niedereisenhausen ist Verwaltungssitz der Gemeinde Steffenberg, die 1974 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Orte Niedereisenhausen, Obereisenhausen, Steinperf, Quotshausen, Niederhörlen und Oberhörlen entstand. Namensgeber der Gemeinde ist der Steffenberg (550m), der zwischen Niedereisenhausen und Niederhörlen im Zentrum des Gemeindegebiets liegt.

In Niedereisenhausen mündet der Gansbach in die Perf. Auf seinen 11km Länge ab der Quelle bei Hirzenhain durchfließt er einmal quer von Südwesten nach Nordosten die Bottenhorner Hochfläche.

Am Ufer der Perf, zwischen Sand- und Dorfstraße, steht das alte Backhaus von Niedereisenhausen. Von dem auffällig geformten Backhaus ist nur noch das Vorderhaus erhalten. Neben dem Backhaus ist auch die alte Fachwerkkapelle von historischer Bedeutung. Die Kapelle wird vom Förderkreis alter Kirchen betreut.

Jedes erste Wochenende nach Pfingsten findet die Kirmes in Niedereisenhausen statt. Initiator der über Niedereisenhausen hinaus bekannten Kirmes ist die Spielvereinigung 1920 Eisenhausen. Neben der Kirmes gibt es außerdem am zweiten Sonntag im März einen Krammarkt.

Von Marburg über Niedereisenhausen nach Irmgarteichen führen zwei Teilstücke des Elisabethpfads, einem der wichtigsten Jakobspilgerwege in Deutschland. Von der Elisabethkirche in Marburg beginnend, führt eine erste Tagestour über die Lahn hinweg nach Diedenshausen. Von dort geht es auf den Bergsattel zwischen dem Kaltenberg und dem Streichenberg über einen Höhenweg nach Holzhausen und Obereisenhausen und schließlich bis Niedereisenhausen. Eine zweite Tagestour führt von Niedereisenhausen zeitweise an der Hörle entlang, später vorbei an der Burgruine Hessenwald bei Roth bis nach Ewersbach. Dann geht es weiter über die Haincher Höhe nach Irmgarteichen im Siegerland.