Littfelder Grund

Der Littfelder Grund ist ein von hohen Bergen umrahmter Talschluss, der von der Littfe geprägt ist. Die Littfe entspringt im nordöstlichsten Winkel dieses Gebiets, unterhalb der Rahrbacher Höhe am Südrand des Ebbegebirges. In Kreuztal mündet sie nach knapp 13km in die von Hilchenbach zufließende Ferndorf.

Nach Nordwesten und Westen hin zieht sich auf dem Bergkamm das Kölsche Heck hin, die einst nahezu undurchdringliche Abgrenzung zwischen dem evangelischen Siegerland und dem katholischen Sauerland. Im Süden läuft ein kleines Gebiet in den angrenzenden Siegener Kessel hinein, in dem sich der Ortsteil Buschhütten befindet. Die Grenze wird ungefähr durch die Mündung der Ferndorf in die Sieg markiert. Nach Osten hin bilden die Höhen von Ziegenberg (521m) und Martinshardt (616m) die Abgrenzung zum benachbarten Hilchenbacher Winkel.

Die Dörfer im Tal der Littfe und den Nebentälern bilden heute zusammen die Stadt Kreuztal - nach Siegen die zweitgrößte Stadt in Siegerland-Wittgenstein. Im Rahmen der kommunalen Neuordnung wurden zwölf vorher selbstständige Gemeinden zur Stadt Kreuztal zusammengefasst: Burgholdinghausen, Littfeld, Krombach, Eichen, Oberhees, Mittelhees, Osthelden, Junkernhees, Fellinghausen, Kreuztal, Buschhütten, Ferndorf und Kredenbach.

Das ging nicht ohne Widerstände aus den Gemeinden vonstatten: Oberhees und Mittelhees fühlten sich eher dem nahen Freudenberg zugehörig. Beide Ortsteile haben auch bis heute eher ländlichen Charakter, wie auch die Ortschaften im Freudenberger Bergland. Die meisten anderen Ortsteile Kreuztals sind hingegen eher industriell geprägt. Vor allem die Metall verarbeitende Industrie ist bis heute mit großen Werken hier ansässig.

Auch der Name der Stadt Kreuztal ist eher ungewöhnlich. Im Zuge der kommunalen Neuordnung 1969 übernahmen die meisten neuen Städte jeweils den Ortsnamen des vorherigen Amts. Wäre dies auch hier geschehen, hieße die Stadt heute Ferndorf. Diese Variante war auch von vielen Ortspolitikern favorisiert worden. Dennoch setzte sich letztlich der Name Kreuztal durch, der erst 1826 erstmals urkundlich erwähnt wurde.