Landrat-Lucas-Weg (Bergisches Land)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 23 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 21 Min.
Höhenmeter ca. ↑842m  ↓868m
Der Landrat-Lucas-Weg ist als Bezirkswanderweg 5 markiert

Adolf Lucas (1862-1945) war Landrat des ehemaligen Kreises Solingen. Nachdem die Klingenstadt selbst kreisfrei geworden war, verlegte Adolf Lucas den Sitz der Kreisverwaltung von Solingen nach Opladen. Dies ist der Grund, warum der bereits in den 1930er Jahren eingerichtete Landrat-Lucas-Weg Opladen mit dem Solinger Stadtteil Burg an der Wupper verbindet. Mit 24km Länge ist diese Streckenwanderung eine gute Tagestour, sozusagen der Wupperweg in klein.

Startpunkt ist am Bahnhof in Opladen, der u.a. vom Rhein-Münsterland-Express (von Münster nach Köln) und der Rhein-Wupper-Bahn (von Wuppertal nach Bonn) angesteuert wird. Auf direktem Weg leitet der als Bezirkwanderweg mit einer weißen Raute auf schwarzem Grund und der Nummer 5 markierte Landrat-Lucas-Weg hinaus aus der Stadt und direkt ins Tal der Wupper. Der Wupper folgt der Landrat-Lucas-Weg aufwärts bis nach Leichlingen. In Leichlingen passiert der Landrat-Lucas-Weg an der Wietscher Mühle das Murbachtal.

Vorbei am Fischteich der ehemaligen Hasensprungmühle geht es auf dem Landrat-Lucas-Weg ins Schmerbachtal. Die frühere Schmerbach-Mühle ist heute ein schmuck herausgeputztes Wohnhaus. Durch das Waldgebiet Bongert kommt man in die kleine Hofschaft Leysiefen. Die Güter entstanden in Folge einer Burg, von der heute noch spärlich Reste erhalten sind, die man hier als Motte Zoppesmur kennt.

Ab Leysiefen folgt der Landrat-Lucas-Weg der Wupper aufwärts. Hinter Fähr steigt der Wanderweg an. Es geht gut 100m bergauf auf den Klippenberg. Oben angekommen belohnt eine Aussichtspunkt mit schöner Sicht auf Ober- und Unterrüden im Tal der Wupper den Anstieg.

Über Serpentinen geht es jetzt wieder hinab an die Wupper. Durch den Auwald und die Auwiesen führt der Landrat-Lucas-Weg weiter, bis es wieder steil bergan bis zu einem weiteren Aussichtspunkt mit guter Sicht auf Haus Hohenscheid.

Dann geht es wieder runter, teilweise über Felsstufen, ins Betscheider Bachtal. Ein Pfad leitet 50-80m hoch über dem Abgrund zum Raderhofener Bach, überquert ihn auf einer kleinen Holzbrücke und auf sehr schmalen Pfaden an noch höheren Abgründen geht es hinab nach Glüder. Immer wieder öffnen sich tolle Aussichtten u.a. auf den Balkhauser Kotten.

Das letzte Wegstück führt von Glüder nach Burg. Die Seilbahn von Unterburg hoch nach Schloss Burg wird noch unterquert, dann ist man am Ziel des Landrat-Lucas-Wegs. Ein Fahrt hinauf nach Schloss Burg, der größten rekonstruierten Burganlage Nordrhein-Westfalens und ehemals Sitz der Grafen und Herzöge des Bergischen Lands, kann den Abschluss der Wanderung krönen.

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