Kindelsbergpfad


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑532m  ↓532m
Wanderhöhepunkt am Rothaarsteig: Kindelsbergüfad Kreuztal

Der Rundweg um den Kindelsberg wurde 2007 eröffnet und gehört zu den Wanderhöhepunkten links und rechts des Rothaarsteigs, die in Siegerland-Wittgenstein seit 2003 nach und nach eingerichtet werden. An der Strecke sind 24 Informationstafeln aufgestellt, die über Bergbau und Natur im Littfelder Grund informieren.

Startpunkt des Kindelsbergpfads ist der Parkplatz der Bernhard-Weiss-Klinik in Kredenbach. Zunächst geht es in Naturschutzgebiet Loher Tal, das 1990 rund um den Loher Weiher ausgewiesen wurde. Hier kann man mit etwas Glück einen Feuersalamander, den Großen Schillerfalter, Waldfledermäuse, Ringelnattern oder sogar den sehr seltenen Eisvogel zu Gesicht bekommen. Am Wegesrand wäschst an manchen Stellen Hallersche Schaumkresse (Arabidopsis halleri). Diese seltene Pflanze kennt man auch als Erzblume, da sie schwermetallhaltige Böden anzeigt.

Weiter geht am Ortsrand von Müsen vorbei zur Grube Brüche, die wie die Grube Theodora zu den wichtigsten denkmalgeschützten montanhistorischen Bauten in Kreuztal zählt. Markant sind die drei übereinander liegenden Stollenmundlöcher.

Auf 388m ü. NN kann man dann am Waldpark Brombach bei einem kleinen rasten und die Sicht auf Müsen, den Rothaarkamm mit der Ginsburg und die Oberste Henn – den 161m hohen Sendeturm am Ederkopf – genießen.

Am Osthang der Martinshardt (616m) erreicht man das Bergbaugebiet Wilder Mann. Die Stollengänge wurden bis zu 600m unterhalb des Gipfels der Martinshardt getrieben. 1911 fuhr die letzte Schicht der etwa 100köpfigen Belegschaft ein, dann wurde der Wilde Mann geschlossen. Hier wartet auf den Wanderer ein spannender Felspfad, für den man allerdings festes Schuhwerk und etwas Sicherheit mitbringen sollte.

Am Stahlberger Stock vorbei, dem wichtigsten Erzgang der benachbarten Grube Stahlberg, beginnt jetzt der Anstieg auf die Martinshardt, wo man sich in ein Gipfelbuch eintragen kann. Dieses Zwischenziel einmal erreicht kann jetzt auch der zwei Meter höhere Kindelsberg (618m) nicht schrecken.

Hier am Kindelsberg wartet zur Halbzeit der Höhepunkt des Kindelsbergpfads: Der 22m hohe Aussichtsturm – auch Leuchtturm des Siegerlands genannt –, der in seiner historischen Form noch heute das Logo der Biermarke Krombach Pils ziert. Von der Aussichtsplattform in zwanzig Metern Höhe hat man eine hervorragende Aussicht bis hinein ins Siebengebirge am Übergang zum Rhein-Westerwald.

In einer langgezogenen Südschleife passiert der Kindelsbergpfad einen Lehrweg, der über die Schäden am deutschen Wald informiert. Dann knickt der Pfad nach Osten und erreicht über einen Stichpfad die Hütten der Waldesruh mit einem kleinen Naturspringbrunnen. Jetzt geht es durchs schöne Zitzenbachtal auf Ferndorf zu. Man passiert weitere Gruben und streift das beliebte Naturfreibad Zitzenbach, ein Geheimtipp für eine schnelle Erfrischung an heißen Sommertagen.

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