Kemnader See

Der Kemnader See ist einer von sechs Ruhrstauseen und liegt zwischen Bochum, Hattingen und Witten. Er wurde 1979 angelegt und ist damit der jüngstge der Ruhrstauseen, zu denen neben dem Kemnader See auch der Hengsteysee (1929), der Harkortsee (1931), der Baldeneysee (1933), der Stausee Hengsten (Ende der 1930er) und der Kettwiger See (1950) zählen. Mit einer Fläche von 125ha befindet sich der Kemnader See im guten Durchschnitt seiner Nachbarn. Auf dem Weg der Ruhr von der Ruhr-Quelle nahe Winterberg bis zur Mündung bei Duisburg-Ruhrort fließt am Kemnader See der Oelbach, aus dem Bochumer Süden kommend, der Ruhr zu.

Wie auch die anderen Stauseen dient der Kemnader See der Wasserregulierung und Verbesserung der Wasserqualität. Am See tummeln sich nicht nur Freizeitsportler und Naturgenießer, sondern auch fischfressende Vögel, wie Kormoran, Eisvogel und Graureiher, auch finden sich Schalen von Süßwassermuscheln. Der Freizeitwert des Kemnader Sees für Menschen liegt in Wassersportarten wie Segeln, Bootfahren und Surfen, Baden ist verboten, doch gibt es auch viele Möglichkeiten der Betätigung am Seeufer.

Am westlichen Ufer des Kemnader Sees wurde in der Zeche Gibraltar zwischen 1786 und 1925 Steinkohle gefördert. Das Gebäude ist heute Bootshaus der Ruhr-Universität Bochum. Am Rundweg um den See liegt gleich in der Nähe des Zechenhauses das Stollenmundloch des Gibraltar Erbstollens.

Am Beginn des Sees, wo Ruhr und Oelbach sich versammeln, ist eine Freizeitanlage, das Freizeitbad Heveney, das Strand-Deck Kemnade, eine Beachvolleyballhalle und nahebei ist auch ein Golfplatz sowie ein Segelhafen angedockt.

Das Fahrgastschiff MS Schwalbe II bringt den „Seewanderer“ bequem von einem hübschen Uferpunkt zum nächsten, wie beispielsweise zur Burgruine Hardenstein. Einen Besuch wert ist auf jeden Fall das Haus Kemnade am Stauwehr im Hattinger Stadtteil Blankenstein. Im Burgrestaurant des ehemaligen Wasserschlosses kann man sich für weitere Aktifitäten stärken.