Von der Ruhr-Uni durchs Königsbüscher Wäldchen ins Oelbachtal und zum Kalwes


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 59 Min.
Höhenmeter ca. ↑176m  ↓176m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Runde ist ein echter alternativer Bildungsweg, denn wir starten an der Ruhr-Uni in Bochum, die mit rund 42.500 Studierenden zu den zehn größten Universitäten Deutschlands zählt. Der Campus liegt an einer Anhöhe über dem Kemnader See. Durchs Oelbachtal kommen wir zum Kalwes (159m) und weiter zum Botanischen Garten der Ruhr-Uni.

Der Bildungsweg beginnt am U-Bahnhof Ruhr-Universität bzw. am Parkplatz der Ruhr-Universität Bochum, die 1965 den Lehrbetrieb begann. 13 Hauptgebäude gruppieren sich um Mensa und Audimax. Die G-Gebäude beherbergen die Geisteswissenschaften, die N-Gebäude die Naturwissenschaften, und M steht für die Medizin. Rund zwanzig Fakultäten sind im Angebot. 

Wir umgehen das nun mal … im Uhrzeigersinn und zwar entlang der Nordstraße, in die Oststraße, durch die Lennershofstraße, vorbei an Cafés, Mensa, Wetterstation. Von der Straße „Auf dem Kalwes“ biegen wir ins Königsbüscher Wäldchen ein. Das ist mit seinen 13ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen und zeigt Eichen-Buchenbestand nebst einem Bächlein.

Wir gehen in Richtung Klärwerk Oelbachtal und A 43. Wenn wir auf die Straße „Vor den Teichen“ stoßen, halten wir uns rechts und kommen entlang der Teiche des Oelbachs. Der Oelbach entsteht als Zusammenfluss vom Harpener Bach und Langendreer Bach und misst als Oelbach lediglich 5,3km. Bevor er in den Kemnader See eintritt wird er zum Mündungsteich aufgestaut. Das ist jetzt keine Badeoase, sondern der Oelbach führt Haushalts-/ Industrie- und Grubenabwässer mit sich. Ob der Bach mit Opelwasser deshalb Oelbach heißt? Übrigens lief der letzte Opel in Bochum im Dezember 2014 vom Band, es war ein Zafira. Das Gelände ging an die Bochum Perspektive 2022. Einige der Produktionsstätten wurden entkernt, andere abgerissen.

Wir folgen dem Teichufer und Oelbach zur Einmündung in den Kemnader See und kommen an den Wittener Stadtteil Heven heran mit seinem Hafen und einem Freizeitangebot. Ein Stück gehen wir die Hevener Straße und dann ins Grün zum Kalwes hinauf. Hier will die Stadt Bochum ein 35ha großes Naturschutzgebiet ausweisen. Kalwes wird von Kalbweide hergeleitet. Der Wald Klosterbusch ist von Buchen geprägt und in dem Gebiet liegt ein Steinbruch der Zeche Klosterbusch (1918-1961), an der wir allerdings jetzt nicht vorbeikommen. 

Der Kalwesbach fließt in den Lottenbach (mündet in den Kemnader See) und vorher bildet er die Lottentaler Teiche, an denen wir vorbeikommen. Auf der anderen Seite der Teiche ist das Gelände des Botanischen Gartens der Ruhr-Universität Bochum. Der Eintritt für den Botanischen Garten und den Chinesischen Garten ist übrigens frei und wir werden uns das zu Gemüte führen, bevor wir den Bildungsweg beschließen.

Bildnachweis: Von PhilippLane [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Vgwort