Hochheideweg Hildfeld (Sauerland)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 2 Min.
Höhenmeter ca. ↑223m  ↓223m
Der Hochheideweg ist ab Hildfeld als H3 markiert

Der Neue Hagen ist eine Hochheidelandschaft, die sich nördlich des Winterberger Stadtteils Hildfeld an den Hängen des Clemensberg (839m) erstreckt. Die Hochheide ist auf 74ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der Sauerländische Gebirgsverein hat mit der Kennzeichnung H3 eine schöne Tour ab Hildfeld ausgearbeitet, die in den Neuen Hagen und zur Quelle der Hoppecke führt.

Startpunkt der kleinen Rundwanderung durch das Naturschutzgebiet Neuer Hagen ist der Dorfbrunnen in Hildfeld unweit der Kirche Maria Heimsuchung, die Mitte des 20. Jahrhunderts von der Gemeinde größtenteils in Eigenleistung erbaut wurde. Sie beherbergt eine wertvolle Strahlenkranzmadonna und einen spätbarocken Hochaltar aus der Schmallenberger Werkstatt von Johann Leonard Falter.

Durch die Steinerstraße geht es hinauf zum Diabassteinbruch am Südrand der Hochheide. Der Steinbruch eröffnet Einblicke in die Entstehung des Gebirgssockels am Rothaarkamm. Vor 300 Mio. Jahren kündigte der untermeerische Vulkanismus die beginnende Gebirgsbildung an, welche die tonig-sandigen Ablagerungen des Devonmeeres zu einem Gebirgsblock auffaltete, der bis vor 50 Mio. Jahren zu einem flachen Rumpfgebirge abgetragen wurde. Lediglich der harte Diabas hat im westlichen Bereich der Hochheide in Form von Klippenzonen der Abtragung widerstanden.

Vorbei an der Hochheidehütte geht es dann zum Gipfelkreuz des Clemensbergs, das oberhalb des Steinbruchs an einer Kante steht. Von hier hat man die wohl schönste Aussicht über das gesamte Winterberger Hochland mit dem Schlossberg (790m) bei Küstelberg, der Ziegenhelle (816m) bei Züschen, dem Kahlen Asten (842m) bei Winterberg und der Hunau (818m) bei Bad Fredeburg.

Zusammen mit dem Rothaarsteig führt der H3 jetzt am Südrand des Naturschutzgebiets Neuer Hagen entlang, das bereits 1955 ausgewiesen wurde und einen herrlichen landschaftlichen Dreiklang aus Heide, Mooren und Wald bietet. Im Schutzgebiet – übrigens das größte zusammenhängende Hochheidegebiet in Deutschland – sorgen Schafe dafür, dass die Zwergsträucher nicht überaltern.

Der Hochheidewegweg passiert die Quelle der Hoppecke, einem 35km langen Zufluss der Diemel, die zur Weser hin entwässert. Kurz danach erreichen wir die den Rastplatz mit der Schutzhütte „Im Streit”. Auf der Landesgrenze zu Hessen wandern wir südwärts und folgen dem Hochheideweg retour nach Hildfeld.

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