Hildfeld: Hochwald und Heide im Sauerland


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑235m  ↓235m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Runde verläuft ähnlich der etwas kürzeren Wanderung Hochheideweg Hildfeld (H3) am östlichen Rand der Winterberger Hochmulde. Von Hildfeld wandern wir über die Höhen, die die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser bilden, sehen historische Grenzsteine zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen, Naturkleinod ist das Naturschutzgebiet ,,Neuer Hagen" mit der wunderschönen Hochheide.

Wir starten am Dorfbrunnen in Hildfeld, nahe der Kirche Maria Heimsuchung, die Mitte des 20. Jahrhunderts von der Gemeinde größtenteils in Eigenleistung erbaut wurde. Im Innern sind eine wertvolle Strahlenkranzmadonna und ein spätbarocker Hochaltar.

Wir gehen Richtung Feuerwehr und biegen zur Germaniaquelle und an die Schweimecke ab. Am Schweimeckesee mit Schutzhütte wandern wir aufsteigend und auf pfadigem Steig durch Fichten- und Buchenhochwald zum Quellgebiet der Schweimecke. Durch den Wald gelangen wir auf die Hildfelder Höhe (753m) mit Rastbank am Rothaarsteig und an den Rand des Naturschutzgebiets Alter Hagen.

Auf dem Rothaarsteig kommen wir zur Lichtung mit der Schutzhütte „Am Streit“. Auf dem Weg dorthin sind historische Grenzsteine zu sehen. Auf der Höhe erreichen wir eine der ältesten Grenzen Westfalens, mit dem achtstrahligen Waldecker Stern auf hessischer Seite und dem kurkölnischen Kreuz auf der westfälischen.

Alsbald sind wir an der Hoppeckequelle und im Naturschutzgebiet Neuer Hagen. Der Neue Hagen ist eine Hochheidelandschaft an den Hängen des Clemensberg (839m). Diese auch Niedersfelder Hochheide genannte ist auf 74ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen, besteht aus Heide, Mooren und Wald. Im Schutzgebiet – übrigens das größte zusammenhängende Hochheidegebiet in Deutschland – besorgen Schafe die Landschaftspflege.

Wir erreichen den Neuen Clemensberg (837m) mit dem Gelübdekreuz und genießen vom nördlichen Rand des Steinbruchs schöne über das Winterberger Hochland mit dem Schlossberg (790m) bei Küstelberg, der Ziegenhelle (816m) bei Züschen, dem Kahlen Asten (842m) bei Winterberg und der Hunau (818m) bei Bad Fredeburg. Im Steinbruch wird Diabas abgebaut und man kann einen Einblick in die Entstehung des Gebirgssockels am Rothaarkamm erhalten.

Als nächstes kommen wir zur Hochheidehütte und wenden uns gen Süden, wandern abwärts mit Wald und am Rand des Steinbruchs hinab nach Hildfeld.

Vgwort