Hartfüßlerweg (Neunkirchen im Saarland)


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Wegweiser
Länge: 40.86km
Gehzeit: 10:43h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
Downloads: 66
Höhenprofil und Infos

Der Hartfüßlerweg ist ein Vorhaben für ein ganzes Wanderwochenende, denn mit vierzig Kilometern muss man schon zwei Tage für die gesamte Wegstrecke einkalkulieren. Aber die gute Nachricht ist: Durch seine Anlage als große „Acht“ ist es einfach möglich, den Hartfüßlerweg in eine Nordroute und eine Südroute aufzuteilen und so zwei attraktive Wandertag von ein und demselben Startpunkt aus zu unternehmen.

Dieser Startpunkt ist der Wibiloplatz im Neunkirchener Stadtteil Wiebelskirchen. Wibilo soll der Name des Mannes gewesen sein, der im Frühmittelalter auf seinem Grundbesitz eine Eigenkirche errichtete und damit den ersten Schritt zur Ortsgründung unternahm. Der Ortsname taucht dann 765 zum ersten Mal in Urkunden auf und ist damit die älteste nachgewiesene christliche Ortsbezeichnung im Saarland. Dass in diesem urchristlichen Ort später Erich Honecker zur evangelischen Schule ging und seine Kindheit hier verbrachte ist eine kleine Ironie der Geschichte.

Wir wandern los und steuern Fürth im Ostertal an, ein Stadtteil von Ottweiler. Hier passieren wir Werns Mühle, ein beliebtes Landhaus. 1841 war der Beginn der Mühle in Fürth. Sie erhielt in den Folgejahren Anbauten und wurde eine Ölmühle. So wie sie 1877 war, ist sie heute noch zu sehen.

Von Fürth aus wandern wir nun weiter zum Höcherberg (518m), dem höchsten Berg im östlichen Teil des Saarlands. Auf dem Höcherberg steht der 26m hohe Höcherbergturm. Bei guter Sicht hat man einen weiten Blick bis zum Erbeskopf (816m) im Hunsrück, zum Donnersberg (687m) im Pfälzer Bergland, zum Pfälzerwald und nach Westen bis in die Vogesen.

Über Höchen und Frankenholz, beides Stadtteil von Bexbach, kommen wir nach Hangard und wandern von hier zum Zimmermannsfels, wo auch der Hangarder Brunnenweg vorbeiführt. Hinter dem Zimmermannsfelsen halten wir uns rechts und kommen so zurück nach Wiebelskirchen, um jetzt in die Südschleife einzusteigen.

Wir wandern hinein in den Kohlwald, wo vom 18. Jahrhundert bis 1966 aktiv Bergbau betrieben wurde. Über Sinnerthal geht es weiter zum Gelände der ehemaligen Grube Reden. Mitte der 1950er Jahre gab es hier noch über 8.000 Beschäftigte. Noch heute ist das Grubengelände mit einigen Industriezeitzeugen aus Stahl und Beton beeindruckend.

Der Rückweg führt uns wieder durch den Kohlwald, wo wir an der renaturierten Halde Grube Kohlwald vorbeikommen und dann wieder Wiebelskirchen ansteuern.

Bildnachweis: Von Friewo [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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