Hartfüßlerweg Südroute (Grube Reden und der Kohlwald)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 24 Min.
Höhenmeter ca. ↑395m  ↓395m
Hartfüßlerweg im Saarland bei Neunkirchen

Vom Wibiloplatz im Neunkirchener Stadtteil Wiebelskirchen starten wir die Südroute auf dem Hartfüßlerweg im Saarland. Wir gehen vor zum Haltepunkt Wiebelskirchen, der an der Nahetalbahn liegt, die von Bingen am Rhein nach Saarbrücken führt.

Hinter der Bahntrasse halten wir uns links und wandern nun in den Kohlwald. Hier wurde bereits im 18. Jahrhundert nach Steinkohle gegraben. 1966 wurde der Bergwerksbetrieb endgültig eingestellt. Wir kommen vorbei an der Schutzhütte Eulenteich und kommen dann nach Sinnerthal.

In Sinnerthal kreuzen wir zwei Bahntrassen und kommen dann vorbei an der Unteren Saukaul und der Oberen Saukaul und erreichen dann das Gelände der ehemaligen Grube Reden. Mitte der 1950er Jahre gab es hier noch über 8.000 Beschäftigte. Noch heute ist das Grubengelände mit einigen Industriezeitzeugen aus Stahl und Beton beeindruckend. Recht imposant ist auch das Verwaltungs- und Zechengebäude der Grube Reden. Es entstand 1935-38. Impulsgeber für den Ausbau zum Musterbetrieb war Hermann Göring.

Wir sehen aber nicht nur Gebäude, sondern auch viel Landschaft und renaturierte Natur. Der Erlebnisort Reden wird u.a. durch einen Wassergarten und das Erlebnismuseums Gondwana Praehistorium bereichert.

An der Bahnhofstraße halten wir uns rechts und wandern zurück in den Kohlwald. Direkt hinter der Bundesstraße B 41 geht es dann nach links und wir gehen zur renaturierten Halde Grube Kohlwald. Dann geht es schließlich in einer schönen Schlaufe zurück nach Wiebelskirchen, wo der Hartfüßlerweg endet.

Der ungewohnt klingende Name Hartfüßlerweg kommt übrigens aus der Bergbauzeit. Bevor es Bahn- und Busverbindungen gab, mussten die Bergleute aus dem nördlichen Saarland zu Fuß zu ihrer Arbeit in den Gruben im Neunkircher Raum gehen. Weil die Wege lang und beschwerlich waren, trugen sie an den Füßen hartes und derbes Schuhwerk und wurden deshalb vom Volksmund „Hartfüßler“ genannt, was damals ein Ehrenname war und es bis heute geblieben ist.

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