Redener Panoramapfad


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 55 Min.
Höhenmeter ca. ↑205m  ↓205m
Redener Panoramapfad

Die Grube Reden war eine der großen Steinkohlebergwerke im Saarland. In den 1950er Jahren arbeiteten über 8.000 Kumpel in der Grube Reden. In den 1930er Jahren war das Bergwerk auf Anweisung von Hermann Göring zum Musterbetrieb ausgebaut worden.

Bis 1995 war die Grube Reden aktiv. Danach wurde die Anlage unter Denkmalschutz gestellt und zum Erlebnisort Reden umgestaltet. Das Erlebnismuseum Gondwana Prähistorium wurde eröffnet, verschiedene Ämter und Institute siedelten sich an und die sogenannten Wassergärten wurden angelegt.

Der Redener Panoramapfad erschließt das Gelände auf einer informativen Rundtour. Wir starten am Parkplatz Zechenhaus und spazieren zunächst durch die Wassergärten. Die Wassergärten sind in fünf Becken aufgeteilt, darunter ein Sumpfzypressenwald (Becken 4) und ein Seerosenbecken (Becken 3).

Über den Ernst-Haeckel-Platz und vorbei am Gondwana Prähistorium gehen wir entlang der Die Zwillinge genannten Halden der Grube Reden. Dann geht weiter über das Plateau einer ehemaligen Halde zum Brönnchesthalweiher, dem ehemaligen Absinkweiher der Grube Reden.

Ein Absinkweiher diente zur Entsorgung des anfallenden Kohle- und Bergeschlammes. Das im Schlamm enthaltene Wasser wurde durch Versickern wieder dem Boden zugeführt. Der Weiher füllte sich allmählich mit den verbleibenden Sedimenten auf, weshalb der Großteil des Brönnchesthalweiher heute verlandet ist.

Dann stoßen wir auf den Solarpark, der Strom für über 3.000 Vier-Personen-Haushalte erzeugt. Weiter geht es zur Schlossstraße. In unmittelbarer Umgebung der Werksanlagen waren überwiegend Beamtenwohnungen errichtet worden, in denen z. B. der Grubendirektor, die Werksleiter und andere höhere Bedienstete untergebracht waren. Die Direktorenvilla in der Bildstockstraße wurde auch das Schlössje genannt, ist in den 1960er Jahren aber wegen Bergschäden abgerissen worden.

Heute sieht das alles schmuck aus, früher war das aber dreckige und gefährliche Arbeit. Nachdem die Grube Reden 1846 abgeteuft wurde, kamen 1864 35 Bergleute bei einer Schlagwetterexplosion ums Leben. 1907 kam es zu einem erneuten Unglück: Bei einer Schlagwetterexplosion mit anschließender Kohlenstaubexplosion im Flöz Thiele wurden 150 Bergleute getötet.

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