12-Weiher-Weg (Saarland)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 43 Min.
Höhenmeter ca. ↑313m  ↓313m
12-Weiher-Weg in Neunkirchen (Saarland)

Ein Dutzend Weiher und dafür nur rund zehn Kilometer Wanderstrecke – kein schlechter Deal, oder? In Neunkirchen im Saarland ist das möglich. Der 12-Weiher-Weg im Neunkircher Stadtteil Heinitz hat sich nämlich genau das auf die Fahnen bzw. besser: die Wegzeichen geschrieben.

Heinitz gilt manchem Experten als der Ort, wo erstmals in Deutschland Kohle abgebaut wurde. Bereits die Kelten gruben nachweislich im 6. Jahrhundert vor Christus bei Heinitz nach Kohle. Sie nutzen die Kohle als Schmuckstein für ihre Anführer. Später gab es in Heinitz aber auch eine „richtige“ Grube, und was für eine.

In der Grube Heinitz förderte man von 1847-1962 Kohle. Der Kohlebergbau bei Heinitz wurde zur größten Kohlegrube des Saarlands. Auf der Anlage gab es 1878 zum ersten Mal elektrisches Licht im Saarland. 1882 hatte die Grube Heinitz-Dechen über viertausend Mann Belegschaft und förderte über eine Million Tonnen Kohle im Jahr.

Heute hat es rund um Heinitz, das westlich der Neunkircher Innenstadt liegt, eine Reihe von Weihern, die auf die Kohlevergangenheit des Ortes hinweisen. Wir beginnen den 12-Weiher-Weg an der Heimatstube Heinitz in der Grubenstraße.

Von hier spazieren wir gegen den Uhrzeigersinn los und erreichen den Heinitzer Weiher und damit zugleich auch das Weiherbachtal. Wir folgen nun dem Weiherbach und passieren zwei namenlose Weiher.

Jetzt steht ein Schlenker über eine Halde an, von der aus wir am Haldenkreuz den Blick ins Umland genießen. Man sieht weit hinein ins Blies-Hügelland und zur Kreisstadt Neunkirchen.

Zurück von der Halde kommen wir vorbei am Waldhaus Dechen zu den beiden optischen Highlights der 12-Weiher-Wanderung: dem Blauen Weiher und dem Grünen Weiher, die – nomen est omen – auch entsprechend unterschiedlich sich präsentieren.

Durchs Heinitzbachtal wandern wir vor zum Binsentalweiher und verlassen dann das Tal mit Ziel Geisbeckweiher. Dann wird es etwas lauter und wir laufen auf die Autobahn A 8 zu, bevor wir hinter dem Gewerbegebiet Heinitz wieder die Heimatstube erreichen.

Bildnachweis: Von Elmar Ersch [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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