Erbeskopf

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Mit 816,32m ist der Erbeskopf nicht nur der höchste Berg im Hunsrück, sondern gleich in ganz Rheinland-Pfalz und auch noch der höchste Berg Deutschlands links des Rheins. Der Erbeskopf hat einige Nebengipfel, nämlich den Sandkopf (807m), den Springenkopf (784m), den Viehauskopf (721m) und den Hohltriefberg (681m).

Wintersport ist ja nicht die Paradisziplin in Rheinland-Pfalz, doch am Erbenskopf ist das anders. Knapp achtzig Tage im Jahr ist der Gipfel im Schnitt schneebedeckt. Das Wintersportzentrum Erbeskopf betreibt drei Skilifte, das bei Schnee in der Lage ist, ganze Landstriche zu entvölkern, weil die sportlichen Menschen gerne hier herunter wedeln wollen.

Im Sommer lockt die Sommerrodelbahn, die einen mit 40km/h über 1.300m den Berg hinunter kurven lässt. Auch ein Hochseilgarten, mehrere Themenwege (u.a. die Traumschleife Gipfelrauschen und der Erbeskopf-Gipfelsteig), Spielplätze, Gastronomie und Kunst locken auf den Erbeskopf.

Kunst? Jawoll. 2011 wurde das Gipfelplateau aufwändig neu gestaltet. Blickfang ist seitdem die von Bildhauer Christoph Mancke geschaffene begehbare Skulptur mit dem Namen Windklang 816 M. Je nach Wetterlage hat die Skulptur einen eigenen Sound. Die Natur ist hier das Orchester und bringt den Wind zum Klingen. Eine tolle Aussicht hat man übrigens auch vom Windklang.

Ein anderes Kunstprojekt sind die Gipfelköpfe der Region von einem Trierer Landschaftsarchitekturbüro. Das Projekt auf dem Plateau weist mit Sichtlinien in Form von Betonachsen auf Richtung, Höhe und Entfernung weiterer Berge in der Region hin.

Die Aussicht genießen kann man aber auch ganz profan vom Gipfel selbst – der ragt nämlich deutlich aus dem Umland hervor. Oder man besteigt den Erbeskopfturm. Der wurde 1971 aus Holz erbaut, ist 11m hoch (was nicht mehr ganz reicht, um über alle Bäume zu schauen) und ersetzte einen deutlich älteren Kaiser-Wilhelm-Turm, der aus militärischen Gründen 1961 gesprengt wurde.

Ja, das Militär war lange Zeit alleiniger Hausherr auf dem Erbeskopf. Schon 1939 widmete man den damaligen Aussichtsturm zur Funkzentrale um. 1945 besetzten Amerikanische Truppen den Erbeskopf und überwachten von hier aus den militärischen Flugverkehr bis in die Sowjetunion. Der Bunker Erwin, eigentlich Kommandobunker Börfink, war über Jahrzehnte das Kriegshauptquartier Europa Mitte der NATO. Heute wird die unterirdische Anlage zivil genutzt.

Bis auf ein paar Überbleibsel – z.B. die Radaranlage Erbeskopf – hat sich das Militär aber mittlerweile vom Erbeskopf zurückgezogen. Bis 2004 war das noch anders und große Teile des Gipfels waren als militärisches Sperrgebiet nicht zugängig.

Nordwestlich des Erbeskopf-Gipfels steht das Hunsrückhaus. Es ist Wintersport-, Natur- und Umweltbildungsstätte zugleich. Es beherbergt eine interaktive Dauerausstellung zu Natur, Umwelt und Freizeit und rückt die Besonderheiten des Naturraums in den Fokus. Das Hunsrückhaus bietet einige Abwechslung und ist auch Ziel von Schulklassen sowie Anbieter von Veranstaltungen rund um den Erbeskopf.

Südlich des Erbeskopf befindet sich die Siegfried-Quelle. Die Legende sagt, dass hier Hagen von Tronje den Drachentöter Siegfried hinterrücks erstochen haben soll. Wahrscheinlich ist allerdings, dass die Quelle nach dem Sohn des Försters benannt wurde, der die Quelle im 19. Jahrhundert entdeckte. Sicher ist, dass die Siegfried-Quelle am Hohltriefbach ein beliebter Rastpunkt am Saar-Hunsrück-Steig ist, der hinauf auf den Erbeskopf führt.

Noch ein Stück weiter südlich erhebt sich der Rüppelstein (763m), wo die Bundeswehr einen Richtfunkturm unterhält und noch weiter kommt man zum Naturschutzgebiet Ochsenbruch, das größte der sogenannten Hangbrüche. Dabei handelt es sich Niedermoore in Quellbereichen mit teilweise sehr seltenen Pflanzengesellschaften wie Birken- und Erlenbruchwälder, typische Moorvegetation mit Torfmoosen und Wollgras und Moorheiden.

Rund um den Erbeskopf entspringen im Hunsrücker Hochwald einige Bäche und Flüssen. Da ist z.B. die Prims, deren Quelle bei Malborn liegt und die nach 91km in die Saar mündet. Die Kleine Dhron entspringt an der Südflanke des Bromerkopfs (662m) und mündet nach 29km in die Dhron. Und der Traunbach hat seine Quelle bei Börfink und fließt auf 19km der Nahe zu.

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