Saar-Hunsrück-Steig Etappe 10 Börfink - Morbach


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 24 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 48 Min.
Höhenmeter ca. ↑537m  ↓550m
Saar-Hunsrück-Steig Wegzeichen

Die zehnte Saar-Hunsrück-Steig-Etappe führt hinauf aufs Dach des Hunsrücks, den Erbeskopf (816m), der zugleich der höchste Gipfel in Rheinland-Pfalz ist. Daher wundert es nicht, dass diese zweite Tagestour durch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald ordentlich in die Beine geht.

Wir starten am Ortsrand von Börfink an der Landstraße und wandern gleich los in die Natur. Es geht zum Naturschutzgebiet Ochsenbruch, das größte der sogenannten Hangbrüche. Dabei handelt es sich Niedermoore in Quellbereichen mit teilweise sehr seltenen Pflanzengesellschaften wie Birken- und Erlenbruchwälder, typische Moorvegetation mit Torfmoosen und Wollgras und Moorheiden.

Westlich des Ruppelsteins (763m) leitet der Saar-Hunsrück-Steig weiter durch den Hunsrücker Hochwald zur Siegfried-Quelle. Die Legende sagt, dass hier Hagen von Tronje Siegfried, den Drachentöter hinterrücks erstochen haben soll. Ob das stimmt, weiß niemand. Sicher ist aber, dass die Siegfried-Quelle am Hohltriefbach ein beliebter Rastpunkt am Saar-Hunsrück-Steig ist.

Durchs 17ha große, mit Buchen bestandene Naturwaldreservat Gottlob geht es auf dem Saar-Hunsrück-Steig nun hinauf auf den Erbeskopf. Der 1971 erbaute Erbeskopfturm ist frei zugängig und bietet einen schönen Blick über das Gipfelgebiet. Bei guter Sicht erhascht man auch einige Fernblicke in die Eifel.

Was man sehr gut sieht sind dagegen die beiden Skulpturen Windklang und Gipfelköpfe der Region. Speziell der Windklang erfreut sich einiges Beliebtheit. Die begehbare Windklang-Skulptur lässt die Natur als Orchester erklingen. Jedes Wetter spielt hierbei seinen eigenen Song.

Der Erbeskopf ist auch das wichtigste Wintersportgebiet in Rheinland-Pfalz. Rund achtzig Tage im Jahr gibt’s hier oben Schnee. Im Winter sind drei Skilifte im Betrieb, im Sommer kann eine Sommerrodelbahn an die Wintersportfreuden erinnern.

Das Hunsrückhaus Erbeskopf am Nordwest-Fuß des Berges ist Informationszentrum für den 2015 eröffneten Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Das Hunsrückhaus genießt überregionale Bedeutung als Umweltbildungsstätte. Es bietet unter anderem eine interaktive Ausstellung zur Natur des Hunsrücks, einen Waldspielplatz, einen Sinneserfahrungsweg und natürlich auch Gastronomie.

Am Ende des Gipfelplateaus passiert der Saar-Hunsrück-Steig die Landstraße und taucht wieder ein in die Wälder. Man kommt nach einiger Zeit zum Hoxeler Viadukt. Die 160m lange Brücke ist 42m hoch und acht Bogenöffnungen. Entstanden ist das Hoxeler Viadukt 1900-03. Seit den 1990er Jahren fahren über Hoxeler Viadukt keine Züge mehr. Schön aussehen tut sie aber immer noch.

Und weiter geht es durch den Hunsrücker Hochwald, immer in Richtung Morbach, als Ziel der Etappe. Kurz bevor wir das erreichen, geht es durch den Erholungswald Ortelsbruch. Über Stege wandert man durch dieses Mittelgebirgshochmoor und am Nixenweiher kann man sich abschließend die qualmenden Füße kühlen.

Saar-Hunsrück-Steig Etappen


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