Morbach

Morbach ist die Heimat von Edgar Reitz, dem Regisseur der bekannten Heimat-Trilogie, die dem Hunsrück ein episches Denkmal setzte. In seinem Elternhaus in der Biergasse 5 wurde 2013 das Café Heimat eingerichtet. Hier kann man nicht nur Kaffee trinken, sondern Requisiten, die Originaldrehbücher und Filmsequenzen anschauen.

In der Birkenfelder Straße steht die katholische Pfarrkirche St. Anna als klassizistischer Saalbau aus den Jahren 1830-34. 1935 wurde die Kirche mit einem Querhaus und Chor erweitert und der Turm entstand 1860 im neuromanischen Stil aus Bruchstein. Als wertvoll wird das Rascheit Epitaph aus Trierer Sandstein aus dem Jahre 1571 angesehen. Es steht an der Südwand des Langhauses.

Südöstlich des Ortskerns von Morbach liegt der Erholungswald Ortelsbruch. Ein Natur- und Waldlehrpfad informiert über die Bäume und Sträucher des Hunsrücker Hochwalds. Auf dem „Weg durchs Moor“ kann man trockenen Fußes über zwei Holzstege durch ein für die Region typisches Mittelgebirgs-Hangbruch gehen. Im Naturpark Saar-Hunsrück ist der Lehrpfad durchs Moor einzigartig.

Durch den Ortelsbruch führt die Traumschleife Ölmühlentour. Sie beginnt an der historischen Ölmühle im Morbacher Ortsteil Schmausemühle. Die Schmausemühle stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde hübsch saniert. Heute beherbergt die Schmausemühle sogar ein Backes.

Interessant ist in Morbach auch das Deutsche Telefon-Museum, das es sogar bis ins Guinessbuch der Rekorde geschafft hat. Die Sammlung umfasst über 2.000 Exponate des Fernsprechwesens aus zwei Jahrhunderten und verteilt sich im Museum in der Jugendherbergstraße auf zwei Ebenen.

Nordwestlich von Morbach liegt der Ortsteil Bischofsdhron. Dort sehenswert ist das Ensemble in der Paulinusstraße bestehend aus der katholischen Pfarrkirche St. Paulinus und dem Pfarrhaus von 1760. Die Kirche geht auf die bekannten Architekten Johannes und Andreas Seiz zurück und wurde 1766-69 als dreiachsiger Saalbau errichtet. Besonders glanzvoll und schön sind im Inneren der Hochaltar, der die Aufnahme Mariens in den Himmel zeigt sowie die Seitenaltäre. Als weiterer Kunstschatz gilt die Stumm-Orgel aus dem Jahr 1828.