Florstadt

Florstadt liegt unterhalb der Einmündung der Horloff in die Nidda. Einst hatten die Römer hier zum Schutz des Limes das Kastell Ober-Florstadt betrieben, von diesem ist heute allerdings nichts mehr zu sehen. Allerdings fand man 1984 nahe der Westecke im Innenbereich des Kastells einen Münzschatz. Er bestand aus 1.136 Denaren und war mitsamt dem Schatzkästlein – einem Keramikgefäß – ausgepflügt worden. Der Fund wird heute im Wetterau-Museum in Friedberg ausgestellt.

Weitere Details zur Geschichte findet man in Nieder-Florstadt im Saalbau-Museum. Motorradfans wird das Herz höher schlagen. Der Motorradbauer Friedel Münch (1927 in Florstadt geboren) war ein Horex-Rennfahrer und Motorradteileerfinder. Er schuf die Münch Mammut. Eine mit der Seriennummer 184 wird im Saalbau-Museum ausgestellt. Handwerksberufe in Florstadt, wie Schuster und das fußläufige Gegenstück, der Pflasterer, kommen ebenso zur Geltung, wie ein Gemischtwarenladen und einem der ersten Busbetriebe Deutschlands, der Kraftwagenbetrieb Wetterau.

Rund 8.600 Menschen leben in Florstadt, umringt von Reichelsheim, Ranstadt, Glauburg, Altenstadt, Niddatal und Friedberg (von Norden im Uhrzeigersinn). Sehenswürdigkeiten, die die Spuren der Vergangenheit tragen, findet der Wanderer im Stadtteil Staden zuhauf. Das Venedig der Wetterau, wegen seiner Brücken so genannt, bezaubert unter anderem durch zwei Schlösser, einen hübschen Park und die Seufzerbrücke.

Östlich des Kernorts liegt der Stadtteil Stammheim. Hier steht das dreigeschossige immer noch wehrhaft wirkende Schloss Stammheim. Über dem Ostportal sind zwei Wappen angebracht und die Jahreszahl 1592. 1850 kaufte der Ort Stammheim das Schloss und richtete eine Schule und einen Ratssaal ein. Später diente Schloss Stammheim als Flüchtlingswohnheim, bis ein Privatmann das Gebäude erwarb und die Immobilie wieder hübsch herausputzte.