Erlebnisweg Sieg Erzquellweg


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑437m  ↓437m
Erlebnisweg Sieg Erzquellweg

Der erste Erlebnisweg Sieg in Rheinland-Pfalz wurde 2017 in Mudersbach im Siegtal eröffnet. Das Motto ist vielversprechend: Es geht um Bergbau, Bier und Baumriesen.

Bergbau? Klar, im Mudersbacher Ortsteil Niederschelderhütte stand einst eine der größten Eisenhütten des Siegerlands. Bis zu 3.000 Mitarbeiter produzierten in der Charlottenhütte bis in die 1980er Jahre hinein Stahl.

Bier? Auch klar. In Mudersbach (ebenfalls Ortsteil Niederschelderhütte) hat die Erzquell-Brauerei Siegtal ihren Sitz. Seit 1885 wird hier Bier gebraut. Das Wasser nimmt man aus einer Quelle im Giebelwald, der sich nördlich des Siegtals erstreckt.

Naturregion Sieg

Und da wären wir auch schon bei den Baumriesen. Gemeint sind hier die stolzen Bäume, die im Giebelwald wachsen, einem Höhenzug, der am Übergang vom Wildenburger Land in den Siegener Kessel liegt. Es handelt sich dabei um einen fast vollständig mit Wald bedeckten Gebirgsrücken, der vom höchsten Punkt aus, dem Giebelberg (527m), nach allen Seiten hin abflacht.

Der Erzquellweg beginnt am Parkplatz am Ende der Giebelwaldstraße in Niederschelderhütte. Wer mit der Bahn anreisen möchte, nutzt die Bahnhöfe Mudersbach bzw. Niederschelden, die u.a. vom Rhein-Sieg-Express angefahren werden, der regelmäßig zwischen Aachen über Köln Hauptbahnhof, Siegburg, Betzdorf und Siegen verkehrt.

Vom Parkplatz aus gehen wir direkt hinein in den Giebelwald. Wir folgen grob dem Lauf des Schindebachs in nordwestliche Richtung. Kurz vor der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen ändert der Erzquellweg seine Richtung auf Süd.

Am Weg liegt später der Erzquell-Stollen. Hier entnimmt die Erzquell-Brauerei ihr Brauwasser. Der Stollen führt mehrere hundert Meter verästelt in den Berg hinein. Früher wurde hier versucht, Silber abzubauen. Heute entnimmt die Erzquell-Brauerei hier sauberes Bergwasser und führt es über eine 7km lange Leitung dem Brauereibetrieb zu.

Wenn wir aus dem Giebelwald herauskommen, treffen wir bald auf die Mariengrotte Mudersbach, die 1924-25 in den Fels gebaut wurde.  Dann geht es oberhalb des Siegtals wieder zurück zum Startpunkt unserer Wanderung.

Bildnachweis: Von FreddyKrueger via Wikimedia Commons

Artikel bei twitter teilenArtikel bei Facebook teilenArtikel per Email versendenText, Bilder und Track dieser Wanderung unterliegen - wenn nicht anders angegeben - der Creative Commons Attribution/Share Alike-Lizenz.
Vgwort