Giebelwald

Westlich von Siegen erstreckt sich oberhalb der Sieg der Giebelwald, ein Höhenzug, der am Übergang vom Wildenburger Land in den Siegener Kessel liegt. Es handelt sich dabei um einen fast vollständig mit Wald bedeckten Gebirgsrücken, der vom höchsten Punkt aus, dem Giebelberg (527m), nach allen Seiten hin abflacht. Fichten- und Mischwälder auf den Höhen wechseln sich mit Laubwäldern an den Bachtälern ab. Die wenigen waldfreien Flächen werden als Grünland genutzt.

Ihren leicht welligen Charakter erhält die Landschaft durch kleine Bäche, die im Giebelwald entspringen und sich in den Höhenzug eingeschnitten haben. Das markanteste Bachtal ist das des Asdorfer Baches im Westen, in den einige der kleineren Bäche münden. Der Asdorfer Bach, der in seinem Oberlauf auch Weibe genannt wird, entspringt bei Freudenberg im Siegerland und mündet bei Kirchen in die Sieg. Auf seinem knapp 21km langen Weg am Giebelwald vorbei passiert er im Bereich des Wildenburger Landes die Orte Niederfischbach und Eicherhof.

Einer der kleinen Bäche, die im Giebelwald entspringen, ist der nur gut 3km lange Uebach, der nahe der Kreisgrenze zu Siegen verläuft und bei Niederndorf in den knapp 7km langen Fischbach mündet, der seinerseits dem Asdorfer Bach zufließt. Im Einzugsgebiet des Uebachs erstreckt sich das 17ha große Naturschutzgebiet Uebachtal. Ein großer Teil der Fläche ist von Laubbäumen, Kiefern und Fichten bedeckt, die von Haselsträuchern und Ginster flankiert werden. Der Rest besteht aus Wildwiesen und einigen wenigen landwirtschaftlich genutzten Feldern.

Im Naturschutzgebiet Uebachtal liegen einige Fischweiher, die man bewusst möglichst naturnah hält. Das Ökosystem dient als Lebensraum für viele heimische und teils geschützte Tier- und Pflanzenarten. Unter anderem leben hier Kreuzottern, Eisvögel, Erdkröten, Laubfrösche, Springfrösche und sogar Salamander. Im Uebach selbst leben und brüten Bachforellen.