Dill (Hunsrück)

Weinhotel LandsknechtWeinhotel Landsknecht

Gleich drei bekannte Fernwanderwege treffen sich in Dill in der Simmerner Mulde (Hunsrück): Der Ausoniusweg von Trier nach Mainz, der Sponheimer Weg von Bad Kreuznach nach Traben-Trarbach und der Saar-Hunsrück-Steig von Perl nach Boppard

Am Ausoniunsweg wurde etwas oberhalb von Dill ein 9m hoher Limes-Wachturm nachgebaut, der vorher dort nie stand, aber seit 1985 einen schönen Blick über den Hunsrück und bis zum Flughafen Frankfurt-Hahn und über Dill mit seiner markanten Burg gewährt. Allerdings muss der Römerturm dafür auch offen sein.

Burg Dill wird vom Sohrbach umflossen, der hier eine schmucke Schleife macht. Vermutlich wurde die Burg Dill im 11. Jahrhundert auf den Resten von Vorgängern der Kelten oder Römer erbaut. Ab dem 14. Jahrhundert verlor Burg Dill ihre strategische Bedeutung. Man baute sie zu einem Wohnsitz um und aus dieser Zeit hat sich der Wohnturm erhalten. Im pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die Burg 1698 zerstört. In den 1960er begann man mit Instandsetzungsarbeiten der in Privatbesitz befindlichen Burganlage.

Die evangelische Kirche im Stil des Barock entstand 1701 und zählt aufgrund der Gemälde von Johann Georg Engisch (1668-1741) zu den kulturhistorischen Schätzen. Gleich benachbart ist das evangelische Pfarrhaus, ein neugotischer Bruchsteinbau. In der Straße Zur Burg findet sich auch ein Backhaus aus dem 18. oder 19. Jahrhundert.

Ebenso wie das Burgareal ist auch der Dorfkern als Denkmalzone ausgewiesen. In der Dorfstraße sind zahlreiche sehr schön sanierte Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert zu sehen. Auffallend sind bei einigen die ovalen Fenster zwischen dem Obergeschoss und der Dachtraufe.