Dünsberg

Unmittelbar westlich des Krofdorfer Forstes liegt an der Grenze zum Gladenbacher Bergland der Dünsberg (498m), die höchste und vor allem markanteste Erhebung zwischen Marburg, Wetzlar und Gießen im Herzen von Oberhessen. Der waldreiche, kegelförmige Dünsberg ist komplett unter Naturschutz gestellt. Auf dem Dünsberg stehen zwei Türme, ein 1899 erbauter Aussichtsturm und ein in den 1970er Jahren errichteter Fernsehturm. Auch durch diese markanten Doppeltürme, ist der Dünsberg weithin als Landmarke bekannt.

Der Dünsberg wird auch der Berg der Kelten genannt. Auf dem Dünsberg sind mindestens seit dem 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung Menschen heimisch gewesen. Im 3. vorchristlichen Jahrhundert hatte die keltische Siedlung auf dem Dünsberg wahrscheinlich ihre Blütezeit. Noch heute erkennt man drei konzentrische Ringwälle der 90ha großen Siedlung.

Die Ringwälle betritt man durch ein nachgebautes Keltentor. Ein Keltengehöft, bestehend aus Bauernhaus und zwei Nebengebäuden, versetzt die Besucher zurück in die Zeit der Kelten. Das Museum KeltenKeller in Rodheim-Bieber zeigt viele Ausgrabungsfunde vom Dünsberg.

Den Dünsberg kann man auf geteertem Weg vom Parkplatz Krumbacher Kreuz am nordöstlichen Fuß des Berges aus besteigen. Ein rund einstündiger Spaziergang, der Archäologische Wanderweg, führt dabei um den kompletten Dünsberg herum bis auf den Gipfel. Wer es schneller und steiler haben möchte, kann vom Parkplatz aus auch den Bierdeckelpfad hinaufwandern.

Vom 1899 errichteten Aussichtsturm auf dem Dünsberg kann man – wenn er mitsamt der kleinen Gastronomie denn geöffnet ist – schön über das Gießener Becken und weit hinüber in die benachbarten Regionen Lahn-Dill-Bergland, Marburger Bergland, Vogelsberg, Wetterau, Westerwald und Taunus schauen.

Am Fuße des Dünsberg liegt das kleine Fachwerkdorf Fellingshausen, einst ein Zentrum der hessischen Tabakindustrie. Heute fällt die schöne evangelische Kirche ins Auge, die 1899 im neugotischen Stil erbaut wurde.

Regionaler Bezug:

Biebertal Landkreis Gießen Hessen Gleiberger Land Gießener Becken Oberhessen
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