Brüchermühle

Der Ort Brüchermühle im Reichshof liegt in einem Tal unweit der Wiehltalsperre. Brüchermühle war anno 1813 eine Zollstätte, an der Wegegeld für das Kirchspiel Eckenhagen erhoben wurden. Vermutlich diente das heutige Haus am Dreieck als Zollhaus. 1856 richtete man eine Postkutschenverbindung von Wiehl über Denklingen und Waldbröl bis nach Schladern an der Sieg ein. An der Strecke lag auch Bruchermühle, und das Zollhaus wurde zur Pferdestation.

Zwischen Brüchermühle und Bieberstein im Homburger Ländchen liegt der 14ha große Stauweiher Bieberstein, das zweite Staugewässer der Wiehl westlich der großen Wiehltalsperre. Der Stauweiher Bieberstein ist ein beliebtes Ziel für Angler und Wanderer. Gleichzeitig dient der Stauweiher Bieberstein der Stromerzeugung: Über eine Rohrturbine werden ca. 0,8 Mio kWh Strom jährlich erzeugt.

Der Ortsname Brüchermühle geht zurück auf einen Hof „In den Brüchen“, der 1573 in einer Gerichtsurkunde erwähnt wurde. Wörtlich übersetzt lautet er „Radmühle am versumpften Wasser“. Dies weist darauf hin, dass der Hof am Rande der sumpfigen Talaue der Wiehl lag, die damals ausgedehnter war als heute. Später entstand in der Ortsmitte eine Getreidemühle, die der Volksmund zur Brücher Mühle machte. So entstand der heutige Ortsname.

Wandert man von Brüchermühle in Richtung Wiehltalsperre trifft man am Nordausläufer des Heidbergs (319m) auf den kleinen Ort Heischeid. Hier gibt es eine sehenswerte private Modelleisenbahn-Ausstellung – mehr als 1.400m Gleise und 120 Weichen wurden von Manfred Hermes mit Geduld und Geschick auf fünf Ebenen aufgebaut und mit viel naturgetreuer Landschaft umgeben. Zu den 380 Wagen – teils seltene Modelle – die auf der 50qm großen Anlage fahren, zählen achtzig Loks. Angefangen hat alles 1937 mit dem ersten Zug von Vater Hermes.

Regionaler Bezug:

Reichshof Oberbergischer Kreis Nordrhein-Westfalen Sieg-Bergland Bergisches Land