Richard-Schirrmann-Weg Etappe 4 Wildberg - Waldbröl


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 53 Min.
Höhenmeter ca. ↑267m  ↓345m
Hauptwanderweg X12

In Wildberg am Südwestzipfel von Reichshof startet die vierte Tageswanderung auf dem Richard-Schirrmann-Weg, der nach dem Gründer des Deutschen Jugendherbergswerks benannt ist und als Hauptwanderweg vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) mit der Kennung X12 markiert ist. Auf der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz verläuft der Wanderweg im ersten Abschnitt nach Mohrenbach im Wildenburger Land, um sich dann gleich wieder nach Nordrhein-Westfalen zu "retten".

Vorbei an Windkraftanlagen geht es in das kleine Dorf Erdingen und weiter über Hähnen und Bettingen nach Hermesdorf. In Hermesdorf liegt der Gewerbe- und Industriepark von Waldbröl, den der Wanderweg aber glücklicherweise ausspart. In Hermesdorf quert der Richard-Schirrmann-Weg den wenige hundert Meter zuvor entstandenen Brölbach, was uns anzeigt, das wir das Nutscheid erreicht haben.

Das Nutscheid ist das größte zusammenhängende Waldgebiet im Bergischen Land und wird uns die gesamte fünfte Etappe auf dem Richard-Schirrmann-Weg in seinen Bann ziehen. Ganz grob liegt das Nutscheid zwischen der Bröl und dem Waldbrölbach, der bei Bröleck in die Bröl mündet.

Da wir uns ganz in der nordöstlichen Ecke des Nutscheid befinden, wundert es nicht, dass wir nach Überquerung der Bröl jetzt direkt danach die Quelle des Waldbrölbachs ansteuern. Dann geht es hinein nach Waldbröl, das bekannt ist für den Waldbröler Viehmarkt, der alle zwei Wochen mit rund 15.000 Besuchern als größter Krammarkt in Westdeutschland gilt.

Vorbei am Kreiskrankenhaus und dem Europäischen Institut für angewandten Buddhismus – untergebracht in einem ehemaligen Hotel der Nazi-Reiseorganisation Kraft durch Freude – führt der Richard-Schirrmann-Weg ins Zentrum von Waldbröl, dem Geburtsort des Lieddichters Anton Wilhelm von Zuccalmaglio, der unter dem Pseudonym Wilhelm von Waldbrühl auch das Volkslied „Kein schöner Land in dieser Zeit“ verfasste.

Größte historische Sehenswürdigkeit in Waldbröl ist die evangelische Kirche. Der romanische Kirchturm stammt noch aus dem Jahr 1131 und auch das Taufbecken im Innern dürfte ein ähnliches Alter aufweisen. Der Kirchenhauptbau dagegen musste im 19. Jahrhundert abgerissen werden und wurde 1841-43 neu errichtet. Sehenswert ist auch das Denkmal für den Preußenkönig Friedrich Wilhelm III., das 1863 aus Anlass des 50. Jahrestages der Erhebung des preußischen Staates neben der evangelischen Kirche errichtet wurde.

Richard-Schirrmann-Weg Etappen


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