Richard-Schirrmann-Weg Etappe 1 Werdohl - Herscheid


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 43 Min.
Höhenmeter ca. ↑716m  ↓574m
Der Richard-Schirrmann-Weg startet in Werdohl an der Lenne

Am Bahnhof in Werdohl beginnt der Richard-Schirrmann-Weg, der auf gut 120km durchs Ebbegebirge und das Nutscheid nach Siegburg führt. Werdohl liegt an einer markanten Doppelschleife, die die Lenne hier schlägt und die wie ein großes W aussieht. Der Werdohler Bahnhof selbst ist schon sehenswert und verweist auf die Blütezeit der Bahn als Transportmittel des Zeitalters der Industrialisierung. Der Bahnhof Werdohl hat eine neubarocke Empfangshalle mit Risaliten und großräumig gliedernden Säulen im Eingangsbereich.

Durch die Bahnhofstraße leitet der Richard-Schirrmann-Weg entlang der Lenne zur Schnapsbrücke. Ihren Namen verdankt die Fußgängerbrücke über die Lenne tatsächlich alkoholischen Getränken: Der Gastwirt Otto Spelsberg zeigte unternehmerisches Geschick, indem er durch einen selbst gebauten Holzsteg den Arbeitern einer nahegelegenen Fabrik den Zugang zu seinen Gasträumen erleichterte.

Vom Lennetal geht es hinauf nach Pungelscheid. Von hier stammt der erste und einzige König von Korsika, Theodor I. Er stammte von Burg Pungelscheid, von der heute allerdings nicht mehr viel zu sehen ist. Was man sehen kann, ist z.B. der alte Haferkasten, der allerdings erst 1803 errichtet wurde, als die Burg schon abgebrannt war. In Haferkästen bewahrten die Bauern früher ihr Korn auf und schützten es so vor Nässe und Mäusen.

Über die kleinen Weiler Grimminghausen und Wiehardt geht es südwärts hinein ins Ebbe. Hinter Wiehardt kreuzt der Richard-Schirrmann-Weg die Lingenbecke und leitet weiter nach Warbollen, um von hier über Bulmecke und Danklin das Ziel in Herscheid anzusteuern.

Durch die Räriner Straße und die Oberdorfstraße geht es zum Ortskern von Herscheid. Hier trifft der Richard-Schirrmann-Weg auf den Herscheider Spieker. Der ursprüngliche Bruchsteinbau geht auf das 17. Jahrhundert zurück und wurde um 1800 durch einen Fachwerkbau und einen Pferdestall ergänzt. Im Spieker wurden einst die Naturalabgaben der Bauern für die Kirche gesammelt. Heute befindet sich im Herscheider Spieker die Bücherei, ein Trauzimmer und eine kleine Heimatstube.

Gegenüber erhebt sich die evangelische Apostelkirche aus dem 11. Jahrhundert. Die dreischiffige Hallenkirche hieß nicht immer so. Bei Restaurationsarbeiten in den 1970er Jahren entdeckte man im Chor ein altes Fresko mit einer Darstellung der Apostel. Die Kirchenwände sind ebenfalls mit Darstellungen der Apostel geschmückt, sie stammen aus der Barockzeit. Das wertvollste Stück der Inneneinrichtung ist aber sicherlich das Chorgestühl aus dem Jahre 1548.

Richard-Schirrmann-Weg Etappen


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