Wiehl

Die Stadt Wiehl bildet die nördliche Hälfte des Homburger Ländchens. Wiehl mit seinen knapp 26.000 Einwohnern entstand in seiner heutigen Größe 1969 durch die Zusammenlegung mit Bielstein und Drabenderhöhe, was 1971 durch die Verleihung der Stadtrechte geadelt wurde. Wiehl ist geprägt von historischen Gebäuden: Im Oberdorf findet sich ein denkmalgeschütztes Fachwerk-Ensemble. Am Rande des alten Ortskerns bildet die Mühlenbrücke einen historischen Übergang über den kleinen Fluss. Die Mühlenbrücke wurde 1650 aus Bruchsteinen errichtet. Sehenswert sind auch das Rathaus von 1939 mit seiner Heimatschutzarchitektur und der Gebäudekomplex Weiher-Arkaden am Weiherplatz.

Sehenswert in Wiehl ist die evangelische Kirche an der Hauptstraße, die größte der Wiehler Kirchen. An gleicher Stelle stand schon lange zuvor eine Holzkirche, die 772 bei einem Überfall der Sachsen durch Feuer zerstört wurde. Um 1000 begann man mit dem Bau einer neuen, steinernen Kirche, die danach mehrfach umgebaut wurde. Nur der Glockenturm behielt seinen ursprünglichen Platz. Eine Besonderheit in der Inneneinrichtung ist der Taufstein aus dem 12. Jahrhundert, der unter der Kanzel steht.

Zu den vielen Freizeiteinrichtungen von Wiehl zählt die Eissporthalle in der Mühlenstraße, nahe beim Bahnhof und das Solar-Freibad mit Rutsche. Ganz ohne „Verkleiden“ kann man sich jedoch am Wiehlpark erfreuen. Über eine kleine Holzbrücke kommt man von der Innenstadt in den Wiehlpark, der sich entlang der Wiehl erstreckt. Abenteuerspielplätze, ein kleine Teich, Beachvolleyball, Minigolf, Wassertretbecken, öffentlicher Grillplatz: Das Angebot ist vielseitig und attraktiv gestaltet.

Südlich des Wiehlparks liegt der Stadtteil Dörnen. Hier steht auf einer Anhöhe seit 1909 der Bismarckturm von Wiehl. Für den Bau der Gedenkstätte als Aussichtsturm mit Feuerschale wurden von Bürgern der Stadt Wiehl innerhalb kürzester Zeit Spenden in Höhe von 60.000 Goldmark gesammelt. Der knapp 17m hohe Turm wurde aus bergischer Grauwacke erbaut. Er ist als Aussichtsturm allerdings nur ab und an geöffnet. Einer dieser Termine ist das am ersten Juniwochenende stattfindende Türmchenfest, das Heimatfest der Stadt Wiehl.

Im Umland von Wiehl spielte der Bergbau über Jahrhunderte eine große Bedeutung. Neben der Erzgewinnung war bis ins 19. Jahrhundert Abbau und Bearbeitung von Grauwacke ein wichtiger Wirtschaftszweig. Den verschiedenen Phasen der Wirtschaftsgeschichte gedenkt Wiehl auf eine ganz besondere Art: es gestaltet seine Verkehrskreisel thematisch. Die Wiehler Kreisel geben verschiedene Aspekte der Wiehler Wirtschaftsgeschichte wider. So gibt es den Grauwacke-Kreisel, den Schmiedehammer-Kreisel, den Tonschieferloren-Kreisel, den Weltachsen-Kreisel, den Fachwerk-Kreisel und den Dahlien-Kreisel.

Einmal jährlich rückt Wiehl im Homburger Ländchen weltweit ins Licht der Öffentlichkeit: Dann finden in Wiehl die Internationalen Wiehler Jazztage statt, die in der Jazz-Szene große Beachtung genießen. Seit 1989 treten hier Größen aus Jazz und Blues auf. So war z.B. auch schon Al di Meola, einer der bekanntesten Jazzgitarristen der Welt, zu Gast in Wiehl. Weitere regelmäßige Veranstaltungen sind das Wiehler Stadtfest am ersten Juliwochenende sowie der Weihnachtsmarkt am zweiten Advent.

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