Zwei-Burgen-Wanderung (Hellenthal)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 26 Min.
Höhenmeter ca. ↑262m  ↓262m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Gemeinde Hellenthal bildet den südlichsten Punkt von Nordrhein-Westfalen. Ganz schön weit weg von den großen Machtzentren des Mittelalters, namentlich Köln und Trier, wo die Kurfürsten regierten. Weit genug, um eine Kleinherrschaft zu errichten und zu behalten, immerhin über mehrere hundert Jahre.

So geschah es auch im Hellenthaler Wald. Im 11. Jahrhundert wurde eine Burg gebaut, aus der später eine eigene Herrschaft erwuchs, die bis zum Einmarsch der Franzosen 1794 unter Napoleon Bestand hatte. Zu dieser Zeit wurde Burg Reifferscheid auch letztmalig kräftig unter Feuer genommen und musste nachher auf Abbruch versteigert werden.

Später kam sie wieder in fürstlichen Besitz, dann in die Hand der Gemeinde Hellenthal. Diesen Entwicklungen ist es zu verdanken, dass Burg Reifferscheid heute wenigstens als Ruine noch erhalten ist. Wir starten unsere Wanderung unterhalb der Burg Reifferscheid. Ein Aufstieg zum Bergfried sollte aber jedenfalls am Anfang oder am Ende erfolgen, denn vom Eifel-Blick Bergfried hat man einen schönen Blick über den westlichen Teil der Eifel und die benachbarten Ardennen.

Von Burg Reifferscheid aus wandern wir durch die Burgstraße Richtung Reifferscheider Bach und weiter zum Leiderbachtal. Wenig später erreichen wir die zweite Burg unserer Tour: Burg Wildenburg.

Burg Wildenburg stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie entstand als Abspaltung der Kleinherrschaft Reiffenscheid. Im 18. Jahrhundert gehörte Burg Wildenburg zum Kloster Steinfeld. In dieser Zeit erfolgten wesentliche Umbauten. Die Burganlage besteht aus Haupt- und Vorburg und dazu gehört der Flecken – die Siedlung an der Burg. Burg Wildenburg wird heute als Begegnungs- und Bildungsstätte genutzt. Über Manscheid und Wiesen wandert man schließlich wieder zurück nach Reifferscheid.

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