Wildnis-Trail Eifel Etappe 2 Einruhr - Gemünd


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 19 Min.
Höhenmeter ca. ↑680m  ↓644m
Wildnis-Trail Eifel Dreiborner Hochfläche

Wandertag 2 auf dem Wildnis-Trail Eifel. Wir starten unsere Tour in Einruhr am Obersee der Rurtalsperre. Die Tageswanderung folgt heute komplett dem Eifelsteig (Etappe 4). Wir starten an der katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus, einem neuromanischen Bau aus dem 19. Jahrhundert.

Von Einruhr führt der Wildnis-Trail Eifel hinaus aus dem Ort und folgt dem Obersee bis zur Einmündung der Urft. Der Wegabschnitt wird begleitet von tollen Aussichten auf den Rurstausee, der von dem gespeicherten Wasservolumen nach der thüringischen Bleilochtalsperre die zweitgrößte Talsperre Deutschlands ist.

Wildnis-Trail Eifel und Eifelsteig leiten uns entlang des Obersees zur Staumauer des Urftsees. Die Staumauer entstand 1900-05, war mit 58,5m Höhe damals die höchste Staumauer Europas und sie sperrte die Urft zum damals größten Stausee Europas auf – war also in mancherlei Hinsicht Vorbild für viele weitere Talsperren, die später entstanden.

Von den schönen Bildern der Nordeifeler Seen löst sich der Wildnis-Trail Eifel, um nun auf die Dreiborner Hochfläche zu leiten, ein Gelände, dass nach dem Zweiten Weltkrieg bis ins Jahr 2005 dem Militär vorbehalten war. Die Erhaltung dieses Naturwaldes als Lebensraum für teilweise seltene Tierarten wie die Europäische Wildkatze und die Einrichtung besonders geschützter Ruhezonen rund um Brutkolonien für Kormorane, Graureiher und Schwarzstorch gehören zu den erklärten Ziele der Verwaltung des Nationalparks Eifel.

Mitten auf der Dreiborner Hochfläche wandert man auf dem Wildnis-Trail Eifel durch die Wüstung Wollseifen. Dieses Eifeldörfchen wurde von den Briten nach dem Zweiten Weltkrieg geräumt, um auf der Dreiborner Hochfläche den Truppenübungsplatz Vogelsang anzulegen.

Über das weite Grasland der Dreiborner Hochfläche, auf dem im Frühsommer der Ginster (das sogenannte Eifelgold) gelb blüht, wandert man zur ehemaligen Nazi-Ausbildungsstätte, der Ordensburg Vogelsang. Die NS-Ordensburg Vogelsang wurde ab 1934 erbaut und diente bis 1939 als Schulungsstätte für den Nachwuchs des NSDAP-Führungskaders. Der unter Denkmalschutz stehende Teil der Bauwerke umfasst eine Bruttogeschossfläche von mehr als 50.000 Quadratmeter und gilt nach den Parteitagsbauten in Nürnberg mit fast hundert Hektar bebauter Fläche als die größte bauliche Hinterlassenschaft des Nationalsozialismus in Deutschland.

Nach 1939 übernahm die Wehrmacht die Ordensburg Vogelsang. Von 1950 bis 2005 wurde das Gelände von Briten und Belgiern militärisch genutzt. Heute werden die Liegenschaften unter der Bezeichnung Internationaler Platz vogelsang ip für verschiedene Zwecke genutzt. Führungen werden angeboten, auf denen man sich über die Vergangenheit der NS Ordenburg Vogelsang und der späteren Nutzung als Truppenübungsplatz informieren kann.

Der Wildnis-Trail Eifel leitet weiter zum Aussichtspunkt Kickley mit Blick auf das Urfttal und zum Eifelblick Modenhübel, von dem man das Gelände der ehemaligen NS-Ordenburg Vogelsang gut einsehen kann. Dann steigt man ab ins Urfttal und erreicht Gemünd, das Ziel der Etappe.

Wildnis-Trail Eifel Etappen


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