Vulkanweg Etappe 6 Gillenfeld - Meerfeld


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Wegweiser
Länge: 23.37km
Gehzeit: 05:48h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Die sechste Tageswanderung auf dem Vulkanweg durch die Vulkaneifel startet in der Ortsmitte von Gillenfeld. Durch die Holzmaarstraße geht es zur Brücke über den Alfbach. Hier biegt man rechts in die Bahnhofstraße und wandert in großem Bogen zum Dürren Maar. Das Dürre Maar ist verlandet. Im Maarkessel befindet sich ein Übergangsmoor. Der Torfkörper ist gut dreieinhalbtausend Jahre alt und besitzt eine Mächtigkeit von rund zwölf Metern.

Der Vulkanweg leitet weiter zum Holzmaar. Das Holzmaar hat eine Größe von gut 6ha und ist 21m tief. Das Holzmaar liegt in einem Naturschutzgebiet und ist fast völlig von Wald umgeben. Im Schlamm des Holzmaares konnten Forschungen die Entwicklung des Maares rund 15.000 Jahre zurückverfolgen. Auch fanden sich Siedlungsspuren, die 2.300 Jahre alt sind.

Der Vulkanweg umrundet das Holzmaar fast vollständig und leitet über die Landstraße nach Eckfeld hinweg südwärts ins Sammetbachtal. Hinter dem Lenzenhaus biegt man rechts ab, läuft unter der Autobahn A 1 hindurch und wandert auf das ehemalige Kloster Buchholz zu. Die Klostergebäude sind heute zu Ferienwohnungen umgebaut. Die ehemalige Klosterkirche wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Auf Höhe von Buchholz trifft der Vulkanweg auf den Karl-Kaufmann-Weg und führt zusammen mit diesem über Aussichtspunkt und Schutzhütte Belvedere hinab in Liesertal. Nachdem die Lieser passiert ist, wandert man hinauf zur Ruine der Manderscheider Oberburg. Von der 1921 restaurierten Oberburg genießt man einen fantastischen Blick über das Liesertal. Der fünfstöckige rautenförmige Bergfried ist wieder begehbar und die Anlage frei zugänglich.

Auf dem Vulkanweg (und teilweise auch auf dem Eifelsteig) spaziert man durch Manderscheid und trifft dabei auch auf das Maarmuseum. Wer sich für den Vulkanismus in der Eifel interessiert, sollte im Maarmuseum vorbeischauen. Hier wird u.a. das bekannte Eckfelder Urpferdchen gezeigt. Themenschwerpunkt des Maarmuseums ist die Geschichte und Entstehung der Eifelmaare, der Augen der Eifel, wie die Dichterin Clara Viebig sie nannte.

Von Manderscheid aus wandert man südlich ins Tal der Kleinen Kyll und steigt dann an der Einmündung des Horngrabens in die Wolfsschlucht ein. Riesige Basaltsäulen aus erkalteter Lava bilden eine einzigartige Kulisse, wie sie von Freilichtbühnen-Bildnern mit Sicherheit beneidet wird! Herrlich, wild und romantisch zugleich.

Der Vulkanweg folgt dem Horngraben weiter und steigt hinan zum Mosenberg (517m), der heute als Lehrvulkan genutzt wird. Ein offen gelassener Lavasandabbau wurde dafür hergerichtet. Durch die Tunnelgrabung kann man in die Erdgeschichte blicken.

Etwas nördlich vom Mosenberggipfel liegt der Windsborn. Er ist der dritte von vier Kratern einer Vulkangruppe und zeigt eine vulkanische Schweißschlackenschlucht mit einem der wenigen echten Kraterseen nördlich der Alpen. Der Schlackenwall des Windsborn ist geschlossen und in dessen Mitte hat sich der Windsborner Kratersee gebildet. Echt ist er deshalb, weil er in das Gestein eingebettet ist und sich nur aufgrund von Regenwasser gefüllt hat.

Über Bettenfeld leitet der Vulkanweg zusammen mit der Vulkamaar-Pfad nach Meerfeld, dem Ziel dieser Tageswanderung.

Vulkanweg Etappen


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