Rothaarsteig Berg- und Talweg


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 22 km
Gehzeit o. Pause: 5 Stunden 41 Min.
Höchster Punkt: 758 m
Tiefster Punkt: 433 m
Der Rothaarsteig bietet oberhalb von Schmallenberg eine Berg- und Talvariante

Gasthof DiemeltalGasthof Diemeltal

Kurz vor der Hälfte der Gesamtdistanz bietet der Rothaarsteig bei Schmallenberg im Hochsauerland zwei verschiedene Wegführungen: Der Hauptweg führt wie immer über den Rothaarkamm, die Alternative führt über Schanze ins Latroptal und erreicht den Rothaarsteig dann wieder an der Millionenbank.

Die Millionenbank – heute eine Schutzhütte auf 632m ü. NN – verdankt ihrem Namen der Hyperinflation nach dem Ersten Weltkrieg. 1923 soll hier eine Buche gefällt worden sein. Ihr Wert betrug Millionen – diese waren aber das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt waren. Deshalb machte man aus der gefällten Buche im Handumdrehen eine Sitzbank. Das ist Sauerländischer Pragmatismus!

Bergvariante und Talvariante des Rothaarsteigs oberhalb des Lennekessels bei Schmallenberg kann man in einer schönen Rundwanderung kombinieren, dem Rothaarsteig Berg- und Talweg. Starten kann man wahlweise in Kühhude, Latrop oder in Schanze, wo Wanderparkplätze in direkter Nähe des Rothaarsteigs ausgewiesen sind.

Beginnt man die Tour in Schanze, sollte man zu Beginn erst kurz den Kyrill-Pfad besuchen: Hier wurde nach dem zerstörerischen Orkan Kyrill 2007 der Waldschaden nicht beseitigt. So sieht man heute, wie die Natur mit solchen Ereignissen umgeht. Zwischen den umgestürzten Tothölzern sprießen wieder neue Schösslinge. Damit das Gelände begehbar ist, wurde über der Fläche ein Hochweg eingerichtet, so dass man mitten durchs Geschehen wandern kann.

Dann geht’s los auf dem Rothaarsteig in östliche Richtung zum Scheitelpunkt von Berg- und Talvariante. Man folgt dem Rothaarsteig jetzt weiter zur 4m hohen Stahlskulptur „Kein leichtes Spiel“, einer Station des Waldskulpturenwegs Wittgenstein-Sauerland.

Von hier geht’s weiter in Richtung Kühhude. Kurze Zeit später lockt die Erlebnisstation „Ökosystem Wald“ mit der beliebten Hängebrücke am Rothaarsteig. Am Großen Kopf (740m) vorbei geht es dann zur Millionenbank und der Erlebnisstation „Der Wald und seine Eigentümer“.

Hier folgt man jetzt der Talvariante in Richtung Osten nach Latrop. Das kleine Örtchen liegt am gleichnamigen Bach, der nach 11km Länge in Fleckenberg in die noch junge Lenne mündet. Der Rothaarsteig Berg- und Talweg führt durch das Tal des Lüttmeckesiepen hinab nach Latrop und folgt anschließend dem Grubental in Richtung Osten.

Der Weg durch das Grubental lohnt sich, denn hier steht nicht nur das Naturdenkmal Dicke Eiche, sondern auch ein alter Altarstein. Dieser Altarstein Latrop hält die Erinnerung an eine heidnische Opferstätte wach. Eine Steinplatte, die senkrecht im Bach steht, soll der Überrest des Opferaltars sein, auf dem in vorchristlicher Zeit dem Gott Wotan Brandopfer dargebracht wurden. Wenig später ist man dann wieder in Schanze, dem Startpunkt dieser schönen Rundwanderung auf dem Rothaarsteig.

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