Odeborntal

Die Odeborn ist ein 21km langer Zufluss der Eder, deren Tal maßgeblich den Nordostflügel der Wittgensteiner Kammer prägt. Der Kahle Asten (842m) im Hochsauerland ist die Quellregion der Odeborn. An seinem Osthang am Helleplatz auf 742m ü. NN entspringt die Odeborn, die dann über Girkhausen, Schüllar, Wemlighausen und Bad Berleburg schließlich in Raumland in die Eder mündet.

Das Odeborntal ist oberhalb von Bad Berleburg ein beliebtes Wandergebiet. Bei Schüllar und Wemlighausen – zwei Orte, die fast ineinander übergehen – wurde das Odeborntal bereits zu keltischer Zeit besiedelt. Die historischen Fachwerkhäuser, die beide Orte sehenswert machen, verteilen sich in einem Talkessel, in dem mehrere kleine Bäche wie etwa die Schwarzenau in die Odeborn münden. Westlich von Schüllar erhebt sich im Übergang zum Hochsauerland der Große Kopf (740m).

Im Mündungswinkel zwischen den Bächen Schwarzenau und Winterbach, ca. 3 km nördlich von Wemlighausen, befindet sich die isolierte Kuppe des Burgbergs (666m). Hier oben stand einst eine Wallburg, von der sich heute noch Wallreste finden. Die Anlage kann nicht ganz sicher datiert werden, vermutlich aber stammt sie aus der vorrömischen Eisenzeit und verfügte wahrscheinlich über einen doppelten Steinring.

Sehenswert ist das Naturdenkmal Goldeiche. Dieser einmalige Baum macht seinem Namen alle Ehre. Es handelt sich dabei um eine Kulturform der Stieleiche, deren Blätter goldgelb austreiben. Vor allem bei sonnigem Wetter ist der golden belaubte Baum ein echter Hingucker.

In nördlicher Richtung, praktisch auf halber Strecke nach Girkhausen, findet man das Naturschutzgebiet Auf dem Gebrannten. Nur knapp 2ha groß ist das Schutzgebiet, aber um so beeindruckender ist sein Bewuchs: Bis zu fünf Meter hohe Wacholder-Bergheide kann man hier bei einem Spaziergang bewundern.