Kupferroute (Eifel)


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Wegweiser
Länge: 15.51km
Gehzeit: 03:46h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Die Kupferstadt Stolberg ist die älteste Messingstadt der Welt. Ähh? Das bedarf einer Aufklärung. Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink. Da man sich im 17. Jahrhundert aber noch nicht so richtig klar war, dass Zink ein eigenes Element ist, dachte man das beigesetzte Galmei (Zinkblende) verändere lediglich das Kupfer und man nannte Messing schlicht gelbes Kupfer.

Ab dem 17. Jahrhundert war Stolberg das Zentrum der Messingherstellung in Europa und brachte der östlich von Aachen gelegenen Stadt Reichtum, von dem noch heute viele Bauwerke zeugen. Als ein Partnerweg des Eifelsteigs wurde daher in Stolberg ein Themenweg angelegt, der der Spur des Kupfers folgt.

Die Kupferroute startet im Zentrum von Stolberg am Alten Markt. Hier steht die katholische Pfarrkirche St. Lucia, die ihre Geschichte als Burgkapelle der Burg Stolberg begann, im 19. und 20. Jahrhundert aber massiv erweitert und umgebaut wurde. Die Untergeschosse des Kirchturms stammen aus dem 15. Jahrhundert, die höheren Geschosse entstanden ab 1759. Die markante Zwiebelhaube wurde allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg aufgesetzt.

Die Kupferroute verlässt Stolberg durch die Grabenstraße Richtung Burgholzer Hof. Hinter der Kreisstraße hält man sich rechts und wandert zum alten Steinbruch Binsfeldhammer, wo ein schöner Aussichtspunkt zur kurzen Rast einlädt. Während der letzten Jahrzehnte entwickelte sich in dem offen gelassenen Steinbruch Binsfeldhammer ein interessantes und artenreiches Biotop, das auf 81ha als Naturschutzgebiet Steinbruchbereich Bernhardshammer und Binsfeldhammer ausgewiesen ist.

Vom Binsfeldhammer leitet die Kuperroute in östliche Richtung nach Mausbach, knickt hier rechts ab und führt nach Vicht. Von Vicht aus wandert man ins Naturschutzgebiet Schlangenberg. Rund um den Schlangenberg (276m) zeigt sich eine ausgeprägte Galmeiflora: Pflanzen, die schwermetallhaltigen Boden bevorzugen, hier insbesondere Zinkerze, die früher Galmei genannt wurden.

Wir wandern nun weiter auf der Kupferroute entlang der Westflanke des Hürtgenwalds vorbei an der Hedchensknepp (335m) und über den Wolberberg (324m) geht es zum Birkenhof und weiter zum Weiler Kitzenhaus, wo die Kupferroute auf den Eifelsteig trifft. Hier – fernab von Parkplätzen, Bahnhöfen und sonstigen Errungenschaften kann man auf dem Eifelsteig entweder nordwärts nach Aachen oder südwärts nach Roetgen weiter wandern.

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ivw