Rund um die Kupferstadt Stolberg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 11 Min.
Höhenmeter ca. ↑256m  ↓256m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Stolberg, die Kupferstadt, die mit Messing groß wurde. Kupfer? Messing? Ja, watt denn nu? Die Erklärung ist einfach: Messing ist eine Legierung aus Zink und Kupfer und die Kupferhütten in Stolberg haben früh in der Produktion von Messing mitgemischt.

Wir wollen heute rund um die Kupferstadt in der nördlichen Eifel wandern. Ausgangspunkt ist der Parkplatz Heinrich-Böll-Platz. Von hier gehen wir vor zum Burghof-Theater und halten uns links. Hinter der Bahnlinie geht es wieder links in die Brauereistraße, die uns zur Finkensiefstraße bringt.

Nachdem die passiert ist, geht es am Rand von Büsbach zum Naturschutzgebiet Brockenberg. Der größte Teil des Naturschutzgebiets Brockenberg gehört zu einer auf einem Kalksteinrücken befindlichen Fläche. Hier leben Neuntöter, Heidelerchen, Glattnattern und Waldbläuling.

Wir wandern am Rand des Naturschutzgebiets entlang zur Bahntrasse. Hinter dieser geht es hinauf auf den Schlangenberg (276m). Hier wurde im 18. und 19. Jahrhundert Galmei abgebaut, dass für die Herstellung von Messing gebraucht wird. Die Landschaft am Schlangenberg ist heute als Naturschutzgebiet ausgewiesen und zeigt sich geschmückt mit Galmeiveilchen und Grasnelken.

Vom Schlangenberg aus wandern wir nach Vicht, streifen Fleuth und kommen an den Rand von Mausbach. Hier halten wir uns links und kommen zum Naturschutzgebiet Steinbruchbereich Bernhardshammer und Binsfeldhammer. Das Naturschutzgebiet besteht aus zwei benachbarten, inzwischen aufgegebenen Kalksteinbrüchen. Umsäumt sind die bis fünfzig Meter tiefen Grubenränder von aufgeforsteten Waldflächen.

Jetzt kommen wir wieder zurück nach Stolberg und erreichen die katholische Pfarrkirche St. Lucia, die im 14. Jahrhundert als Burgkapelle startete. Die zugehörige Burg heißt Burg Stolberg.

Burg Stolberg wurde im 12. Jahrhundert begründet. Im 18. Jahrhundert verfiel die Burg zur Ruine und wurde ab 1888 im historischen Stil wiederaufgebaut. 1909 kam Burg Stolberg in den Besitz der Stadt. Heute dient die Burg Stolberg als Ort kultureller Veranstaltungen und als Unterkunft verschiedener Vereine. Im Keller befindet sich ein gastronomischer Betrieb und ein Heimat- und Handwerkermuseum in der Torburg.

Bildnachweis: Von BBKurt [GFDL], via Wikimedia Commons

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