Konzer Land

Das Konzer Land liegt im Saarmündungsgebiet an der Obermosel, die hier die natürliche Grenze nach Luxemburg darstellt. Südlich von Konz liegt das Saarburger Land, östlich die älteste Stadt Deutschlands Trier, westlich ist Luxemburg und nördlich die Eifel – keine schlechte Nachbarschaft, wenn man einen Wanderer fragt.

Ein ganz fantastischer Ort für eine Erkundung des Konzer Lands ist das Freilichtmuseum Roscheider Hof in Konz. Auf 22ha Freifläche und 4.000qm Ausstellungsfläche kommt das bekannte Volkskunde- und Freilichtmuseum. Da kann man dann gleich einen ganzen Hunsrückweiler bestaunen, die Häuser sind im Hunsrück abgetragen und hier original wieder aufgestellt worden. Es entsteht ein Saar-Mosel-Dorf und man kann sich im historischen Ambiente die alten Berufe und Gewerke ansehen mit zahlreichen Werkstätten und Beispielen – vom Apotheker über den Bäcker und dem Weber bis zum Zahnarzt.

Spannende Sehenswürdigkeiten gibt’s aber auch anderswo. Man sollte sich z.B. den Georgshof und den Römischen Tempelbezirk Tawern anschauen, die Fellericher Mühle (ein klassizistischer Walmdachbau) und das Pieterhaus, das Grana-Denkmal auf dem Liescher Berg (350m) und die Reste der Kaiservilla von Konz, die Ölmühle Niedermennig und den Alten Scharzhof.

In Sachen Natur empfiehlt sich ein Abstecher zum Wiltinger Saarbogen, dem letzten Stück naturnahem Verlauf der unteren Saar. In den Naturschutzgebieten Nitteler Fels, Wawerner Bruch und Perfeist sieht man viele seltene Tier- und Pflanzenarten und wenn man derart vom prallen Leben beeindruckt ist, kann man sich im Philosophischen Friedhofsgarten in Kanzem (liebevoll die Saarwein-Insel genannt) wieder besinnen.

Schön anzuschauen sind auch die Gotteshäuser im Konzer Land. Zuvorderst zu nennen ist das Kloster Karthaus, aber auch die Nitteler Kapelle, der romanische Kirchturm in Wawern, die Löschemer Kapelle und die Pfarrkirche St. Ursula in Krettnach lohnen eine Visite.