Kölner Elisabethpfad Etappe 6 Siegen - Hainchen


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 53 Min.
Höhenmeter ca. ↑582m  ↓458m
Der Elisabethpfad führt von Siegen über die Eremitage nach Hainchen

Am Oberen Schoss in Siegen beginnt die sechste Etappe auf dem Kölner Elisabethpfad, ein Pilgerweg, der den Kölner Dom mit der Elisabethkirche in Marburg verbindet und Teil des deutschen Jakobswegenetzes ist. Der Elisabethpfad führt vom Oberen Schloss zunächst hinab ins Weißtal und dann wieder hinauf auf den Lindenberg (373m).

Erster Zielpunkt entlang des Weges ist die Wallfahrtsstätte Eremitage oberhalb von Niederdielfen. Die kleine Gnadenkapelle wurde 1684 erbaut. An der Kapelle wurde später ein kleines Fachwerkhaus errichtet, in der der Jesuit Conrad Manz als Eremit lebte. Daher erhielt die Wallfahrtsstätte ihren Namen. Die Umfriedung des Wallfahrtshofes mit den 14 auf der Innenseite eingelassenen Kreuzwegstationen und dem Waldaltar sorgt für einen eindrucksvollen Andachtsraum in freier Natur.

Durch den Wald geht es hinab nach Niederfielfen im Tal der Weiß, einem 18km langen Zufluss der Sieg und dem wichtigsten Fluss im Südsiegerländer Bergland. Die kleine Wassermühle mit dem zugehörigen Mühlteich, die der Elisabethpfad als nächstes erreicht, wird allerdings nicht von der Weiß, sondern dem kleinen Filsbach angetrieben. Das Mahlwerk der im 18. Jahrhundert errichteten Mühle einschließlich der Mechanik ist vollständig erhalten.

Der Elisabethpfad folgt dem kleinen Bächlein in nördliche Richtung nach Flammersbach, um dann wieder ostwärts zu führen. Anzhausen ist der nächste Ort am Weg. Hier begleitet der Elisabethpfad den Wabach bis hinauf zu seiner Quelle am Weinsberg (404m) und leitet dann ins Johannland – einem katholischen Gebiet im ansonsten evangelisch geprägten Siegerland. Exponiert auf einem Hügel erhebt sich in Irmgarteichen denn auch die katholische Pfarrkirche St. Cäcilia, deren Turm wahrscheinlich noch aus dem 12. Jahrhundert stammt.

Das letzte Stück dieser Etappe führt schließlich von Irmgarteichen nach Hainchen, ein Dorf, das aus zwei Gründen über seine Grenzen bekannt ist. Zum einen wegen der Haincher Höhe, einem Teil des Rothaarkamms, der von hier bis hinab zur Kalteiche die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen bildet. Zum anderen wegen der einzigen Höhenwasserburg in ganz Westfalen, der Burg Hainchen. Sie besteht seit dem 13. Jahrhundert und liegt in einem schönen Park.

Kölner Elisabethpfad Etappen


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