Haigerer Rundwanderung zum Kornberg und zum Eduardsturm


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑524m  ↓524m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Haiger ist eine Stadt mit langer Geschichte und liegt am nördlichen Fuß des Westerwalds. Wanderer kennen Haiger, weil durchs weitläufige Stadtgebiet u.a. der Rothaarsteig sowie die Westerwald-Variante des Rothaarsteigs verlaufen.

Auch wir werden heute etwas Rothaarsteig-Feeling haben bei unserer Tour zum Haigerer Eduardsturm und hinauf auf den Kornberg (454m) bei Donsbach. Wir starten am südlichen Stadtrand von Haiger in der Straße Am Vogelsgesang. Es geht direkt hinein in den Wald und in einer weitläufigen Serpentine kommen wir vorbei am Hochbehälter am Kopf und zur Stadtgrenze von Haiger.

Auf Dillenburger Gebiet geht es weiter zum Standort der ehemaligen Grube Stangenwaage. Wir kreuzen die Kreisstraße K 40 und gehen dann ein Stück auf der Alten Rheinstraße. Die Alte Rheinstraße war im Mittelalter ein Hauptverkehrsweg für Kaufleute auf ihren Reisen von Thüringen zum Rhein. Zu Napoleons Zeiten war die Alte Rheinstraße ein viel benutzter Truppen- und Militärtransportweg.

Wir halten uns dann rechts und gehen auf den Ortsrand von Donsbach zu und biegen vor den ersten Häusern links ab. Wenig später erreicht man den Aussichtspunkt Taunusblick und dieser hält, was er verspricht. Bei gutem Wetter sehen wir vom Taunusblick bei Donsbach aus weit bis zum Feldberggebiet und man erkennt die drei Türme, die dem Großen Feldberg (881m) ein unverwechselbares Profil bescheren.

Der Aussichtspunkt befindet sich auf dem Kornberg, über dessen Kuppe wir nun wandern, uns dann links halten und erneute zur Alten Rheinstraße kommen. Jetzt geht es wieder hinein in den Wald und wir wandern zur Kreisstraße K 40 und weiter zu unserem letzten Zielpunkt, dem Haigerer Eduardsturm.

Der Eduardsturm ist für einen Aussichtsturm nach heutigen Maßstäben recht klein, gerade einmal 10m hoch. Gebaut wurde der Aussichtsturm 1883 zu Erinnerung an den Viersener Tuchkaufmann Eduard Schumachers. Schumacher weilte wegen des gesunden Westerwaldklimas oft als Gast in Haiger. Von dem Standort des Eduardsturms aus soll er den Ausblick auf Haiger genossen haben und stellte daher für die Errichtung des Turms „einen beachtlichen Geldbetrag“ zur Verfügung.

Bildnachweis: Von Christian Pulfrich [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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