Golddörferweg Olsberg


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 27 Min.
Höhenmeter ca. ↑484m  ↓484m
Golddörferweg bei Olsberg im Sauerland

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Drei Mal Gold auf 17km – wer diesen Rekord erwandern will, sollte einen Ausflug ins obere Ruhrtal bei Olsberg machen. Denn hier liegen sie, drei Dörfer, die bei Wettbewerben wie „Unser Dorf hat Zukunft“ eine Goldmedaille erreichen konnten. Der Olsberger Golddörferweg verbindet die Orte Assinghausen, Elleringhausen und Bruchhausen auf einer schönen Rundtour durchs Hochsauerland.

Wir starten die Goldroute in Assinghausen, das 1989 Bundesgold im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft (früher: Unser Dorf soll schöner werden) holte. Assinghausen ist aber nicht nur Bundesgolddorf, sondern seit 2007 auch offizielles Rosendorf, was einem Besucher unschwer entgehen kann. Und dann kann sich Assinghausen auch noch Grimme-Dorf nennen: Hier wurde 1827 der Heimatdichter Friedrich Wilhelm Grimme geboren. Eine Gedenkstätte erinnert an den Schriftsteller, der Sauerländer Geschichte und Geschichten in Literatur goss.

Am Grimme-Denkmal beginnt der Golddörfer Rundweg. Ein weißes G auf schwarzem Grund weist den Weg. Durch Assinghausen mit seinen schönen Fachwerkhäusern geht es zur noch jungen Ruhr, die hinter der Schützenhalle passiert wird. Dann erreicht der Golddörferweg das Küsterland, eine Grünanlage, in der sich neben einer Lourdes-Grotte auch die Küsterlandkapelle befindet. Sie wurde 1758 als Kapelle für Fuhrleute erbaut. Sie konnten hier beim Pferdetränken gleich noch um einen guten weiteren Reiseverlauf durchs bergige Hochsauerland beten.

Der Golddörferweg führt hinaus aus Assinghausen um den Iberg (596m) herum. Wer will kann hier einen Abstecher auf den Iberg machen: Seit dem Orkan Kyrill gibt’s von hier oben einen hervorragenden Ausblick und auch der Strüker Stein – ein gewaltiger Felsbrocken – lohnt den kleinen Umweg.

Durch offenes Gelände geht es nach Bruchhausen, überregional bekannt wegen der Bruchhauser Steine, eines von nur 77 Geotopen, die es in Deutschland gibt. Bruchhausen darf sich sogar Europa-Golddorf nennen: Im Oktober 1998 wurde Bruchhausen von der European Association for Flowers and Landscape aufgrund seiner Lage und der einmaligen landschaftlichen Umgebung als Europa-Golddorf ausgezeichnet.

Der Golddörfer Rundweg führt durch Bruchhausen an der 1967 neu erbauten Pfarrkirche St. Cyriakus vorbei direkt auf Schloss Bruchhausen zu. Es entstand im 14. Jahrhundert aus einem Wohnturm und wurde im 16. Jahrhundert zum Wasserschloss ausgebaut. Zur Anlage gehören die Rentei, das Meiereigebäude und eine eigene Hofbrauerei. Das Bornsteiner Bier ist nach dem höchsten der vier Bruchhauser Steine benannt, bei einem Besuch in der Gutsschänke kann man sich den kühlen Tropfen schmecken lassen.

Am Hang des Istenbergs (728m) entlang führt der Golddörfer Rundweg weiter zum Parkplatz an den Bruchhauser Steinen und trifft hier auf den Rothaarsteig. Dann erreicht man Elleringhausen, das im Jahr 2000 Landesgold in Nordrhein-Westfalen holte. Den Ortskern bilden die sogenannten Solstätten mit ihren Fachwerkbauten. Im Elleringhauser Fachwerkviertel beherbergen die Solstätten unter anderem drei Gastronomiebetriebe, eine Bäckerei und das Atelier des überregional bekannten Künstlers Jürgen Suberg.

Auf dem Rückweg nach Assinghausen genießt man noch einmal die schöne Aussicht auf das Dach von Nordrhein-Westfalen mit dem Langenberg (843m) als höchstem Gipfel des Bundeslands. Durchs Gierskoppbachtal führt der Golddörfer Rundweg nach Assinghausen.

Hier kommen wir vor dem Ziel am Grimme-Denkmal noch am Eiskeller Assinghausen vorbei. Der mit einem Gitter verschlossene Stollen des Alten Eiskellers ist 15m weit in den Felsen getrieben, in ihm lagerte man das winterliche Eis, das sich hier bis in den Sommer hinein hielt. Nützlich war es zum Kühlen von Bier – das sich man nach dieser Runde wohl auch verdient hat.

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