Emscher-Park-Weg Etappe 6 Oberhausen - Duisburg


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑111m  ↓108m
Emscher-Park-Weg Hauptwanderweg Ruhrgebiet

Die Schlussetappe des Emscher-Park-Wegs, der einmal quer von Kamen über Dortmund, Herne, Gelsenkirchen, Essen und Bottrop durchs Ruhrgebiet bis nach Duisburg an den Rhein führt, beginnt an Schloss Oberhausen. Die ersten Meter Wanderstrecke führen durch den 29ha großen Kaisergarten am Schloss Oberhausen.

Der Kaisergarten erhielt seinen Namen 1898 anlässlich des 100. Geburtstags von Kaiser Wilhelm I. 2011 wurde eine Fußgänger- und Radwegbrücke mit dem Namen Slinky Springs to Fame über den Rhein-Herne-Kanal eingeweiht, die den Kaisergarten mit dem benachbarten Sportpark an der Lindnerstraße verbindet. Konzipiert ist dieses funktionale Kunstwerk als farbiges, gewundenes und geschwungenes Band, spiralförmig umwickelt mit Bändern. Der Emscher-Park-Weg führt vorbei an der Brücke durch den Wald zum Teich im Kaisergarten. Hier lohnt ggf. ein Abstecher in den Tierpark, für den kein Eintrittsgeld erhoben wird.

Hinter dem Kaisergarten passiert der Emscher-Park-Weg die Bahnlinie und quert dann den Rhein-Herne-Kanal. Zwischen Kanal und der rechts verlaufenden Trasse der Autobahn A 42 wandert man zur Schleuse Oberhausen. Kurz dahinter geht es unter der A 3 hindurch ins Stadtgebiet von Duisburg.

Man wandert auf dem Emscher-Park-Weg zur Neuen Mühle, eine frühere Wassermühle am ehemaligen Lauf der Emscher. Die Neue Mühle wurde im 14. Jahrhundert begründet. Der heutige, aus dem 16. Jahrhundert stammende Bau orientiert sich an der niederländischen Backsteinrenaissance. Die Neue Mühle wurde während der Umleitung der Emschermündung stillgelegt.

Hinter der Neumühler Straße erreicht der Emscher-Park-Weg den Landschaftspark Duisburg Nord, vor Ort auch Landi oder Lapadu genannt. Der 180ha große Landschaftspark wurde 1994 auf dem Gelände eines ehemaligen Hüttenwerks eröffnet. Leider leitet der Emscher-Park-Weg nicht tiefer in das spannende Gelände hinein, wo man den ehemaligen Hochofen 5 bis zur Spitze begehen kann und aus einer Höhe von rund 70m einen herrlichen Blick über Duisburg, den Niederrhein und das Ruhrgebiet genießt.

Der Emscher-Park-Weg dagegen knickt direkt wieder nach Osten weg und passiert den Ingenhammshof. Als Lebensmittel-Lieferant für das Hüttenwerk, konnte sich der Bauernhof einen festen Platz auf dem Gelände sichern. Heute vermittelt der Ingenhammshof als Lehr- und Lernbauernhof Besuchern das Prinzip des ökologischen Landbaus.

Es geht durch die Alexanderstraße wieder zurück an den Rhein-Herne-Kanal, den man auf der Essen-Steeler-Straße quert. Nun wandert man Rhein-Herne-Kanal entlang bis zur Styrumer Straße, folgt dieser und spaziert im Zickzack erneut zur Autobahn A 3. Hinter der Autobahn stößt man auf die Ruhr und begleitet eine Schleife des Flusses bis zur Emmericher Straße.

Auf der Emmericher Straße passiert man die Ruhr und wandert hinein ins Stadtzentrum von Duisburg. Am Museum Küppersmühle für Moderne Kunst (MKM) trifft man auf den Innenhafen Duisburg, der in den 1990er Jahren zu einem modernen Stadtquartier umgebaut wurde und heute par excellence den Strukturwandel im Ruhrgebiet verkörpert.

Der Emscher-Park-Weg leitet vorbei an der Marina im Duisburger Innenhafen bis kurz vors Schwanentor und knickt hinter dem Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg nach links ab.

Das Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg befasst sich mit der Stadtgeschichte Duisburgs und der Volkskunde am Niederrhein. Eine bedeutende Sammlung zum Lebenswerk des in Duisburg verstorbenen Mathematikers und Kartografen Gerhard Mercator wird als Dauerausstellung gezeigt. Mercator erlangte mit seiner 1569 veröffentlichten Weltkarte Weltruhm. Seine Methode, die Erdkrümmung auf eine flache Kartendarstellung zu bringen – die Mercator-Projektion – ist heute noch Grundlage vieler Anwendungen z.B. GoogleMaps und die im GPS Wanderatlas verwendete OpenStreetMap – ohne Mercator beides nicht denkbar!

Vorbei an der katholischen Karmelkirche – ein Neubau von 1959-61 – kommt man zur evangelischen Salvatorkirche. Die Grundsteinlegung der Salvatorkirche erfolgte wahrscheinlich im 14. Jahrhundert. In der Salvatorkirche liegt Gerhard Mercator begraben.

Direkt benachbart steht das Duisburger Rathaus, das auf einen mittelalterlichen Könighof zurückgeht. Das heutige, im Stil des Historismus errichtete Gebäude, wurde 1902 fertiggestellt. Schon vorher, 1878, wurde auf der Mitte des Burgplatzes vor dem Rathaus der Mercatorbrunnen eingeweiht.

Durch die Haupteinkaufsmeile Duisburgs, die Königstraße, leiten die letzten Meter auf dem Emscher-Park-Weg bis zum Duisburger Hauptbahnhof. Ab hier besteht Anschluss in alle Himmelsrichtungen, z.B. nach Amsterdam im Westen, Berlin im Osten, Hamburg im Norden und München im Süden. Mit rund 100.000 Reisenden täglich gehört der Hauptbahnhof Duisburg zu den zwanzig größten Bahnhöfen in Deutschland.

Emscher-Park-Weg Etappen


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Bildnachweis (attribution, via Wikimedia Commons): 1,2 by Frank Vincentz; 3 by Arnoldius; 4 by ArtPepper; 5 by DerHexer; 6 Air-Quad UG; 7 by Hpschaefer; 8-16 by GPS Wanderatlas [CC-BY-SA-3.0]

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