Ausoniusweg (Hunsrücker Jakobsweg)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 118 km
Gehzeit o. Pause: 1 Tag 3 Stunden 59 Min.
Höchster Punkt: 605 m
Tiefster Punkt: 82 m
Ausoniusweg von Bingen durch den Hunsrück nachTrier

Weinhotel Landsknecht
Weinhotel Landsknecht

Fast 500 Jahre versuchte das Römische Reich in Germanien Fuß zu fassen – das Gebiet nördlich der Donau und eingefasst vom Rhein im Westen, der Weichsel im Osten und dem Meer im Norden. Besonders unter Kaiser Augustus waren die Römer sehr erfolgreich, gründeten erste Städte (z.B. Trier, Mainz und Köln) und legten Straßen an, um die Versorgung und schnelle Truppenbewegungen zu ermöglichen.

Eine dieser Römerstraßen verband Trier an der Mosel über Bingen am Rhein mit Mainz, der Hauptstadt der römischen Provinz Obergermanien. Diese Römerstraße nennt man seit rund hundert Ausoniusstraße, weil der römische Dichter Decimus Magnus Ausonius im 4. Jahrhundert in seinem Werk Mosella eben eine Reise auf dieser Römerstraße von Mainz nach Trier beschrieben hat.

Die Wegführung der historischen Ausoniusstraße diente als Vorlage für den Ausoniusweg, den der Hunsrückverein mit der Kennung AU ausgeschildert hat und der von Bingen über Rheinböllen, Simmern, Kirchberg und Gräfendhron nach Trier führt. Seit 2013 ist der Ausoniusweg auch als Hunsrücker Jakobsweg gewidmet, da der Ausoniusweg seit dem Mittelalter als Pilgerstrecke genutzt wird.

Der Ausoniusweg verläuft fast mit dem Lineal gezogen durch den Hunsrück. Dabei nutzt der Ausoniusweg oft Feldwege und befestigte Trassen. Dennoch gibt es auf dem Ausoniusweg überraschend viele Natureindrücke zu sammeln und natürlich auch Einiges über die Römerzeit zu lernen.

Auf dieser Seite bieten wir den gesamten Wegeverlauf des Ausoniuswegs kostenfrei als GPS-Track für Navigationsgeräte (*.gpx). Die sechs Tagesetappen auf dem Ausoniusweg werden jeweils auf eigenen Seiten im Detail beschrieben. Auf diesen Seiten lassen sich dann auch die einzelnen Tageswanderungen als GPS-Tracks für mobile GPS-Empfänger speichern.


Ausoniusweg Etappe 1 von Bingen nach Rheinböllen (21km)

Wanderatlas-Empfehlung: Man sollte etwas Zeit einplanen, um das sehenswerte Bingen am Rhein rund um Burg Klopp und die Mündung der Nahe in den Rhein zu entdecken. Später kommt man über die Lauschhütte im Binger Wald zum Ohligsberg (604m) mit dem Aussichtspunkt Rheinblick.


Ausoniusweg Etappe 2 von Rheinböllen nach Kirchberg (24km)

Wanderatlas-Empfehlung: Der Ausoniusweg leitet durch Simmern und passiert dabei u.a. den Schinderhannesturm (hier war der Schinderhannes 1799 mehrere Monate gefangen, bis ihm die Flucht gelang), die spätgotische Stephanskirche und das heute als Kulturzentrum genutzte Schloss Simmern.


Ausoniusweg Etappe 3 von Kirchberg nach Morbach (26km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die dritte Etappe steht ganz im Zeichen des Römischen Reichs. Vom Leugenstein in Kirchberg wandert man später auf einem originalen Stück einer Römerstraße, passiert den rekonstruierten Römerturm von Dill und kommt vorbei am Archäologiepark Belginum, einer wichtigen Grabungsstätte und heute einem spannenden Freilichtmuseum im Hunsrück.


Ausoniusweg Etappe 4 von Morbach nach Gräfendhron (13km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die kurze Etappe startet in Morbach und führt u.a. zur Grauen Lei, einem mächtigen Quarzitblock zwischen Heinzerath und Gonzerath. Der Ausoniusweg führt weiter ins goldene Tal der Dhron, wo sich in Gräfendhron alte Bauernhäuser malerisch um die Dorfkirche gruppieren.


Ausoniusweg Etappe 5 von Gräfendhron nach Fell (20km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Tageswanderung steht im Zeichen der Natur. Man kommt auf der ganzen Strecke durch keine größeren Ortschaften. Auf der Tour passiert man u.a. den Berger Wacken, eine markante Felsformation inmitten eines schönen Eichenwalds.


Ausoniusweg Etappe 6 von Fell nach Trier (13km)

Wanderatlas-Empfehlung: Vorbei an der Mündung der Ruwer in die Mosel kommt man zur spätbarocken St. Paulin Kirche, die für ihre von Balthasar Neumann erstellte Innenausstattung bekannt ist. Das Ziel des Ausoniuswegs ist schließlich die Porta Nigra, das am Besten erhaltene Stadttor aus der Zeit der Römer in Deutschland, UNESCO-Weltkulturerbe und das Wahrzeichen von Trier, der vermutlich ältesten Stadt Deutschlands.

IVW